Volltext : Hanauische Berichte von Religions-Sachen ([Bd 2] = Th. 9/16 (1750/51))

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11.  Theil.
schlagen;  denn  er  saget:  wenn  dich  einer  auf
den  Backen  schlaͤget,  gib  den  andern  auch  her.
36.  Dises  alles  soll  ich  beobachten,  nebst  den
übrigen  göttlichen  Worten.  Kurtz:  er  will  haben, -
  man  soll  ihm  nachfolgen.  Er  hat  gesagt:
mein  Reich  ist  nicht  auf  dieser  Welt.  Er
will  demüthige,  sanfftmuͤthige,  barmhertzige  Kinder -
  haben:  in  welchen  lauter  Gedult  und  Liebe
ist:  an  deren  Wandel  man  findet,  daß  sie  das
Jrrdische  nicht  suchen;  daß  sie  ihr  Hertz  nicht
an  vergänglichen,  sondern  an  himmlischen  Gütern -
  haben.
37.  Jch  soll  mich  nicht  an  die  Leute  anhangen, -
  welche  Meßias  mit  dem  Munde  bekennen,
und  mit  ihrem  Wandel  streiten  wider  ihn:  welchen -
  ihr  Hertz  am  Jrrdischen  hanget;  und  die
wider  JEsum  leben,  welche  nur  GOtt  und  den
Nächsten  mit  dem  Munde  lieben;  aber  in  der
That  lieben  sie  die  Welt;  und  möchten  gern
über  alle  Menschen  herrschen;  und  viel  weltliche
Güter  haben,  welche  ihnen  GOtt  nicht  gegeben
hat.  Sie  suchen  sich  selbst  zu  versorgen,  durch
ihre  Kraffte.  Sie  moͤchten  gern  ihre  Eigenliebe
und  Hochmuth  speisen;  suchen  sich  zu  weisen,
durch  Lehr  (Gelehrsamkeit)  oder  weltlich  sichtbar -
  Wesen:  sie  sind  voller  Zorn  und  Neid,  Haß,
Ungedult,  Mißtrauen  auf  GOTT:  sie  lieben
Schlagerey;  sie  zwingen  gerne  Leute  zu  ihren
Geschäfften;  suchen  und  lieben  Rechts=Händel
zu  führen;  sie  prahlen  damit,  daß  sie  andere  Leute -
  zwingen  können.  Sie  fluchen,  schwören:
haben
Staatsbibliothel
Max-Planck-Institut  für
zu  Berlin
            
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