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Die vierte und die fünf letzten Pendellängen sind mittelst ¬
eines unveränderlichen Pendels durch die Beobachtung
seiner Schwingungszeiten zu London und Jamaica, London
und Paris, Paris und den übrigen Orten bestimmt, wodurch ¬
das Verhältniß der Schweren an diesen Orten (§. 259.
n. 5.), mithin auch das Verhältniß der Pendellängen gegeben ¬
ist (§. 259. n. 4.). Multiplicirt man die Verhältnißzahlen ¬
dieser Tafel mit 440,67; so erhält man die in pariser ¬
Linien ausgedrükte Pendellängen mit Ausnahme von
Formentera, weil diese Pendellänge mit der Borda'schen
verglichen worden ist.
§. 268. Man sieht aus dieser Tafel, daß die Pendellängen =
vom Aequator an gegen die Pole hin beständig zunehmen, ¬
mit Ausnahme der vierten und fünften, wo ubrigens ¬
die Breiten so wenig verschieden sind, daß der von
dem Unterschied der Breiten herrührende Unterschied der Pendellängen ¬
kleiner seyn kann, als die Fehler, welchen man
bey diesen Beobachtungen ausgesetzt ist. Eine genauere
Vergleichung der Zunahmen der Pendellängen mit den Breiten ¬
zeigt, daß sie von dem Aequator an gerechnet nahe den
Quadraten der Sinus der Breiten proportional sind. Unter ¬
dieser Voraussetzung würden zwey unter verschiedenen
Breiten beobachtete Pendellängen hinreichend seyn, um einen
allgemeinen Ausdruck für die Länge des Sekundenpendels
unter einer gegebenen Breite zu bestimmen. Allein die Beobachtungsfehler ¬
machen einen solchen auf wenige Beobachtungen ¬
sich gründenden Ausdruck unsicher. Um den wahrscheinlichsten ¬
Ausdruck zu finden, bestimme man die Pendellänge ¬
unter dem Aequator und ihre Zunahme von dem
Aequator an bis zu den Polen so, daß, wenn man die Zunahmen ¬
der Pendellängen den Quadraten der Sinus der
Breiten proportional setzt, die Summe der unter dieser
Voraussetzung gefundenen positiven Abweichungen der berechneten ¬
Pendellängen von den beobachteten der Summe der
negariven Abweichungen gleich, und die Summe aller Abweichungen ¬
als positiv betrachtet am kleinsten werde *). Un*) ¬
Méc. cél. T. II. L. III. Chap. V. n. 40. pag. 135.
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