Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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gungsaxen  fällt.  Durch  das  Verschieben  des  Gewichts  a  kann
man  ferner  machen,  daß  der  Mittelpunkt  der  Schwingung
um  Cin  die  Schneide  c  fällt,  welches  man  daran  erkennt,
wenn  die  Schwingungen  um  Cund  cisochronisch  sind.  Alsdenn ¬
  ist  der  Abstand  der  Schneiden  der  Länge  des  einfachen
Pendels  gleich,  welches  mit  diesem  zusammengesetzten  isochronisch ¬
  ist.
§.  267.  Weil  die  Schwingungszeiten  eines  in  Kreisbogen ¬
  schwingenden  Pendels  von  einer  desto  größeren  Dauer
sind,  je  größere  Schwingungen  es  macht  (§.  261.);  so  muß
man,  um  verschiedene  Pendel  mit  einander  vergleichen  zu
können,  aus  den  beobachteten  Schwingungszeiten  diejenige
ableiten,  welche  man  beobachtet  haben  würde,  wenn  die  Pendel =
  ähnliche  Kreisbogen  beschrieben  hätten.  Man  ist  übereingekommen, ¬
  unter  der  Schwingungszeit  eines  Pendels  diejenige ¬
  zu  verstehen,  welcher  sich  die  Schwingungszeiten  eines ¬
  Pendels  desto  mehr  nähern,  je  kleiner  sie  werden,  oder
die  Zeit,  in  welcher  ein  Pendel  eine  Schwingung  in  einer
Cykloide  machen  würde,  deren  beschreibender  Kreis  die  halbe ¬
  Länge  des  Pendels  zum  Durchmesser  hat.  Diese  Zeit
wird  aus  der  beobachteten  Schwingungszeit  mittelst  der  Grösse ¬
  der  Schwingungen  gefunden,  wenn  man  die  beobachtete
Zeit  einer  Schwingung  mit  der  §.  201.  angegebenen  durch
S  bezeichneten  Reihe  dividirt.  Aus  der  so  reducirten  Zeit
und  der  Länge  des  einfachen  Pendels  ergiebt  sich  sodenn  nach
der  Proportion  n.  3.  §.  259.  die  Länge  eines  einfachen  Pendels, ¬
  welches  seine  Schwingungen  in  einer  gegebenen  Zeit,
z.  B.  in  einer  Sekunde  mittlerer  Sonnenzeit  macht.  Endlich ¬
  muß  noch  eine  kleine  Verbesserung  wegen  des  Widerstands ¬
  der  Luft  angebracht  werden,  welcher  die  Bewegungen
des  Pendels  verzögert,  so  daß  die  beobachtete  Pendellänge
größer  ist,  als  diejenige,  welche  man  im  leeren  Raum  würde ¬
  beobachtet  haben.
Bouguer  setzt  die  Länge  des  auf  den  leeren  Raum  reducirten ¬
  einfachen  Sekundenpendels  in  Paris  =  440,67  par.
Linien,  unter  dem  Aequator  aber  =  139,21  Linien.  Das
Pendel,  welches  er  gebrauchte,  bestund  aus  einer  kupfernen
Bohnenbergers  AstronomieFf. =

            
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