Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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r.)  F  undf  zwey  Kräfte,  welche  derselben  Masse  M
in  einer  gegebenen  Zeit  die  Geschwindigkeiten  V  und  v  mittheilen, ¬
  oder  mitgetheilt  haben  würden,  wenn  sie  während
jener  Zeit  constaut  geblieben  wären,  und  R,  r  zwey  beliebige ¬
  ganze  Zahlen;  so  wird  RVru  seyn,  je  nachdem  RI)
ist,  und  daher  F:f=V:  v  seyn.
2.)  Wenn  eine  Kraft    der  Masse  M  die  Geschwindigkeit ¬
  /in  einer  gegebenen  Zeit  mittheilt;  so  theilt  die  Kraft
m  der  Masse  mM  dieselbe  Geschwindigkeit  in  eben  dieser  Zeit
mit.
Wenn  zwey  gleiche  Kräfte,  jede  —  F,  auf  ungleiche =
  Massen  M  und  m  wirken;  so  erhält  die  letztere  während
einer  gegebenen  Zeit  eine  größere  Geschwindigkeit,  als  die
erstere.  Es  sey  nemlich  M—mn;  so  theilt  die  Kraft
der  Masse  mn  dieselbe  Geschwindigkeit  mit,  wie  der  Masse
M.  Wird  nun  die  Masse  n  weggenommen;  so  wird  der
Theil  der  Kraft  F,  welche  vorher  auf  u  wirkte,  auch  noch
auf  die  Bewegung  von  m  verwendet,  mithin  die  Geschwindigkeit ¬
  von  m  vergrößert.
4.)  Wenn  auf  ungleiche  Massen  M  und  un  gleiche  Kräfte =
  wirken;  so  sind  die  in  einer  gegebenen  Zeit  erzeugte  Geschwindigkeiten ¬
  umgekehrt  den  Massen  proportional.
Bew.  Die  Kraft  F  theile  der  Masse  M  die  Geschwindigkeit ¬
  /mit;  so  theilt  die  Kraft  r.  K  der  Masse  rM  dieselbe
Geschwindigkeit  V  (n.  2.),  und  die  Kraft  K.r.F  der  Masse
M  die  Geschwindigkeit  RV  mit  (n.  1).  Ferner  theile  die
Kraft  F  der  Masse  m  die  Geschwindigkeit  e  mit;  so  theilt
die  Kraft  RF  der  Masse  Rm  dieselbe  Geschwindigkeit
(n.  2.),  und  die  Kraft  r.  R.F  der  Masse  Am  die  Geschwindigkeit ¬
  ru  mit  (n.  1.).  Da  nun  die  gleichen  Kräfte  K.r.
und  r.  R.  P  auf  die  Massen  vM,  Rm  wirken;  so  ist  (n.  3.)
RVSrV,  je  nachdem  RmrMist,  und  daher  M:mev:
5.)  Umgekehrt:  wenn  M:m=v:/;  so  sind  die  Kräfte
gleich,  durch  welche  die  Geschwindigkeiten  v  und  Vin  einer
gegebenen  Zeit  erzeugt  werden.
Bew.  Wären  die  Kräfte  F  undf,  welche  den  Massen
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