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substituirt werden kann. Dadurch reducirt man z. B. vier
Kräfte auf drey, und diese drey, wie so eben gezeigt worden ¬
ist, auf eine, und ebenso verfährt man, wenn fünf,
sechs Kräfte u. s. w. auf einen Körper wirken.
Zweytes Capitel.
Von den Wirkungen der Schwere.
§. 253. Nach den Beobachtungen verhalten sich die
Höhen, von welchen die Körper frey und von der Ruhe an
fallen, wie die Quadrate der vom Anfang des Falls verflossenen ¬
Zeiten, wenn man den Widerstand der Luft, und alle
fremde Ursachen der Veränderung der Bewegung zu beseiti
gen sucht. Folglich ist die Bewegung der frey fallenden
Körper, so weit die Genauigkeit der Becbachtungen reicht,
eine gleichförmig beschleunigte §. 233.), oder die Schwere
theilt den Körpern Geschwindigkeiten mit, welche der Zeit
proportional wachsen. Man beobachtet ferner, daß große
oder kleine Körper in gleichen Zeiten von gleichen Höhen mit
einer gleichförmnig beschleunigten Bewegung fallen; folglich
wirkt die Schwere auf alle Theilchen der Materie mit gleicher =
Stärke, die Körper mögen in Ruhe oder in Bewegung
seyn. Mithin finden hier die §. 233. bis 235. von der
gleichförmig beschleunigten Bewegung bewiesenen Sätze in
so fern ihre Anwendung, als man den Widerstand der Luft
und andere Störungen dieser Bewegungen bey Seite setzt.
Sey die Fallhöhe in der ersten Sekunde —g, die nach Verfluß ¬
von 1 Sekunden erlangte Geschwindigkeit — v, die der
Zeit t zugehörige Fallhöhe — h; so hat man nach §. 234.
n. 1. 2. 3.
1.) h — gta
2.) U - 2gt
3.) v2 = 4gh
—, oder die Höhe, von
Aus n. 3. erhält man 4.) hwelcher =
ein Körper fallen muß, um eine gegebene Geschwindigkeit ¬
v zu erlangen. Diese Höhe heißt die der GeschwinDd ¬
Bohnenbergers Astronomie.