Full text : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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MR'  in  den  über  MM  als  Durchmesser  beschriebenen  Kreis
tragen  kann;  so  können  durch  die  zwey  gegebene  Punkte
M,  M  zwey  Parabeln  beschrieben  werden,  welche  den  gemeinschaftlichen ¬
  Brennpunkt  Fhaben,  wie  man  in  der  Figur
siehet,  in  welcher  die  auf  die  zwey  Parabeln  sich  beziehende
Axen  und  Scheitel  mit  denselben  Buchstaben,  aber  in  Beziehung ¬
  auf  die  andere  Parabel  mit  einem  beygefügten  Strich
bezeichnet  sind.  Um  also  die  Parabel  ganz  zu  bestimmen,
muß  man  wissen,  ob  der  auf  der  Seite  des  Periheliums  liegende ¬
  Winkel,  welchen  die  Radii  Vectores  mit  einander  machen, =
  kleiner  oder  größer  als  180  Gr.  werden  soll.  Im  ersten ¬
  Fall  wird  der  Scheitel  der  gesuchten  Parabel  in  A,  im
zweyten  in  A  seyn.  Eben  diese  Figur  zeigt,  daß  die  Construktion =
  der  Parabel  dieselbe  bleibt,  wenn,  wie  es  bey  der
zweyten  dieser  Parabeln  der  Fall  ist,  die  gegebenen  Punkte
auf  entgegengesetzte  Seiten  der  Axe  Ap  fallen.  Wenn  die
zwey  Radii  Vectores  einander  gleich  sind;  so  fällt  die
ihren  Zwischenwinkel  halbirende  gerade  Linie  mit  der  Axe
zusammen,  und  die  fernere  Construktion  bleibt  wie  vorhin.
§.  203.  Jst  die  Parabel  gegeben;  so  findet  man  leicht
den  Inhalt  des  Sectors,  welchen  zwey  der  Lage  nach  gegebene =
  Radii  Vectores  FM,  FM  abschneiden.  Es  ist  nemlich  die
Fläche  AMP—  3APPM  (Kegelsch.  I,  36.)  und  der
Inhalt  des  Dreyecks  FPM  =  1  FPS  PM;  folglich  Sect.
AFM  =(3AP+FP)PM  —  (AF+AP)  PM.  Eben
so  findet  sich  der  Sect.  AFM  =  Fläche  AMP  -  Dreyeck
FPM  =  (AF+AP)  PM.  Folglich  ist  der  Inhält
des  Sectors  MFM  —  dem  Unterschied  der  gefundenen  zwey
Sectoren  gegeben,  wenn  sie  wie  hier  auf  einerley  Seite  der
Axe  AP  liegen.  Fallen  sie  auf  verschiedene  Seiten;  so
nimmt  man  ihre  Summe.  Demnach  keunt  man  auch  die
Zeit,  in  welcher  dieser  Sector  ist  beschrieben  worden  (§.
201.).  Hieraus  erhellt  die  Möglichkeit,  die  Bahn  eines
Cometen  durch  einige  wenige  Beobachtungen  unter  der  Voraussetzung ¬
  einer  Parabel  zu  bestimmen.  Nimmt  man  die
Länge  des  Knotens  und  die  Neigung  der  Bahn  als  gegeben
an;  so  ist  durch  jede  ausserhalb  der  Knotenlinie  beobachtete
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