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gen nach §. 190. und 194. die geocentrischen Oerter des
Planeten berechnen, und durch die Vergleichung derselben
mit den beobachteten die Richtigkeit dieser Voraussetzung
prüfen können.
Um hievon einen Begriff zu geben, sey a und b die
halben Axen der elliptischen Bahn, welche durch die als Einheit ¬
angenommene mittlere Entfernung der Erde von der
Sonne ausgedrückt seyen. Die siderische Umlaufszeit des
Planeten sey — T, die Zeit, in welcher er einen Sector
von dem Flächeninhalt A beschreibt sey = t, und die siderische ¬
Umlaufszeit der Erde = T. Vermöge II, 38. Kegelsch.
wird, wenn der halbe Umfang eines Kreises zu seinem Halbmesser =
sich wie : 1 verhält, der Flächeninhalt der Ellipse
— abr, und nach dem zweyten keplerischen Gesetz (§. 179.)
T : t - abr: A seyn.
Aber T : T = 1 : ala (III, kepl. Gesetz. §. 180.)
folglich T:t— br: AVa
4
= 7)p: A, wenn der halbe Parameter
der Ellipse = p ist.
Daher ist t = —. (Vergl. §. 204. n. 9. u. 10.)
Demnach ist, weil T und r bekannt sind, durch den
Inhalt des Sectors und den halben Parameter der Ellipse
die Zeit gegeben, in welcher derselbe von dem Planeten beschrieben ¬
wird.
Nun wird durch jede geocentrische Länge und Breite
eines Planeten die gerade Linie der Lage nach bestimmt, auf
welcher sein wahrer Ort liegen muß, weil man für den Augenblick ¬
der Beobachtung den Ort der Erde mittelst der bekannten ¬
Elemente ihrer Bahn berechnen kann, von welchem
jene gerade Linie ausgeht. Wäre die Ebene der Planetenbahn ¬
der Lage nach gegeben; so würde jede ausserhalb der
Knotenlinie beobachtete geocentrische Länge und Breite des
Planeten seinen wahren Ort bestimmen *). Dieser muß nem*) =
Apollonius ebene Oerter, übersetzt von Camerer, zweyter Anhang,
10 Aufgabe, S. 421. U. f.