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dieselben Resultate erhalten, Letzterer Umstand macht es
wahrscheinlich, daß wir den Mittelpunkt der Himmelskugel
in dem Mittelpunkt der Erde annehmen müssen, und die
bemerkten Unterschiede vielleicht daher rühren, daß wir auf
der Oberfläche der Erde uns ausserhalb des Mittelpunkts der
Himmelskugel befinden.
§. 13. Um dieses zu untersuchen, sey A (Fig. 6.)
ein Ort auf der Oberfläche der Erde, deren Mittelpunkt C
sey; so wird der verlängerte Halbmesser CA der Erde durch
das Zenith Zdes Orts Agehen. Steht nun ein Stern in
S, und zieht man CS, AS; so wird ZAS der auf der Oberfläche ¬
der Erde beobachtete Abstand vom Scheitel seyn, welcher ¬
von dem, vermöge der Voraussetzung, gemeinschaftlichen
Mittelpunkt C der Erde und der Himmelskugel aus gesehen
— ZOS seyn würde. Da nun die Punkte C, A, S, Z in
einer durch die Vertikallinie CZ gehenden Ebene, mithin in
einer Vertikalebene liegen; so wird der Winkel ASC der
Ueberschuß des von einem Punkt der Erdoberfläche aus beobachteten ¬
Abstands vom Scheitel über den vom Mittelpunkt ¬
der Erde aus gesehenen seyn, welchen man die Parallaxe ¬
der Höhe nennt. Durch diese wird also das Azimuth ¬
mit den Beobachtungen §. 12. übereinstimmend, nicht
geändert, die Höhen aber werden vermindert. Die im vorhergehenden ¬
§. angeführten Erscheinungen müssen also wenigstens
zum Theil eine andere Ursache haben, wodurch die Höhe der
Sterne einen größeren Zuwachs erhält, als sie durch die Parallaxe, ¬
wenn sie anders merklich ist, vermindert wird.
§. 14. Die Erfahrung, daß die Lichtstralen, wenn
sie schief aus einem Mittel in ein anderes übergehen, an der
sie von einander treunenden Fläche von ihrem geradlinigten
Weg abgelenkt oder gebrochen werden, und wir daher die
Gegenstände nach einer andern Richtung sehen, als wir sie
ohne diese Brechung sehen würden, wird den Beobachter
veranlassen zu untersuchen, ob nicht auch die von den Himmelskörpern ¬
zu uns kommende Lichtstralen eine solche Bre¬