Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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rische  Umlaufszeit  des  Planeten  zu  der  Zwischenzeit  zwischen
seinem  nächstvorhenden  Durchgang  durch  das  Perihelium
und  dem  vorgegebenen  Zeitpunkt,  so  verhalten  sich  300°  zu
einem  Winkel,  welchen  man  um  die  siderische  Bewegung  der
Apsidenlinie  in  der  Zwischenzeit  zu  vermindern  oder  zu  vermehren ¬
  hat,  je  nachdem  sie  mit  der  Bewegung  des  Planeten ¬
  einerley  oder  verschiedene  Richtung  hat.  In  dem  Dreyeck
CEM,  kennt  man  das  Verhältniß  von  CM:  CE  und  den
Winkel  CEM,  welcher  der  größeren  Seite  CM  gegenüber
liegt,  und  hieraus  findet  sich  der  Winkel  CME,  oder  die
physische  Ungleichheit.  In  dem  Dreyeck  SCM  kennt  man
das  Verhältniß  von  CM  zu  CS  und  den  Zwischenwinkel
SCM=  PEM+EMC,  woraus  man  den  Winkel  SMC  oder
die  optische  Ungleichheit  erhält.  Folglich  hat  man  die  Gleichung ¬
  des  Mittelpunkts  SME  =  SMC+  CME  und  die
wahre  Anomalie  PSM  =  PEM+  SME.  Endlich  kann
man  in  dem  letzteren  Dreyeck  SCM  das  Verhältniß  von  SM
zu  MC  oder  zu  der  mittleren  Distanz  CAdes  Planeten  finden.
Macht  man  hievon  eine  Anwendung  auf  die
§.  172.
Erdbahn;  so  findet  sich  aus  der  grösten  Gleichung  des  Mittelpunkts ¬
  die  Excentricität  CS  =  0,016805,  übereinstimmend ¬
  mit  derjenigen,  welche  aus  den  Sonnendurchmessern  in
der  Erdnähe  und  Erdferne  folgt  (§.  169.).  Sodenn  findet
sich  für  die  mittlere  Anomalie  von  45  Gr.  die  physische  Ungleichheit ¬
  CME  =  40  51,00,  und  die  optische  CMS  =  41
49,35;  mithin  die  Gleichung  des  Mittelpunkts  =  1°  22
40,35,  welche  nach  den  Beobachtungen  =  1°  22  54½9
seyn  sollte.  Der  Fehler  betrágt  also  nur  noch  14,55  bey
einer  mittleren  Anomalie  von  45  Graden.  Wenn  diese  135
Grade  beträgt;  so  wird  der  Fehler  wiederum  nahe  von  der
vorigen  Größe,  in  den  übrigen  Punkten  dieser  Hälfte  der
Bahn  wird  er  noch  kleiner  gefunden,  und  eben  so  verhält  es
sich  in  der  andern  Hälfte  der  Planetenbahn.  Mithin  ist
dadurch,  daß  man  die  Kreisbewegung  selbst  als  ungleichförmig ¬
  angenommen,  und  die  Distanzen  in  der  Erdnähe  und
Erdferne  mit  den  beobachteten  Veränderungen  des  scheinbaren ¬
  Sonnendurchmessers  in  Uebereinstimmung  gebracht  hat,
            
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