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von ihrer nicht parallelen Lage her. An dem Standpunkt
B muß also, wenn man den Winkel S'Bz dem in B beobachteten ¬
Scheitelabstand gleich macht, die Be die Vertikallinie ¬
seyn, welche mit der erstern in einem Punkt C unterhalb ¬
der Erdoberfläche zusammenlauft. Hiezu kommt noch
die Erfahrung, daß man auf der See von entfernten erhabenen ¬
Gegenständen zuerst nur die Spitzen erblickt, indem
ihr unterer Theil durch die Oberfläche des Wassers bedeckt
wird, und sie sich nach und nach immer mehr über dieselbe
zu erheben scheinen, so wie man sich ihnen nähert. Die
Oberfläche des stillstehenden Wassers und der Erde, so weit
sie uns eben zu seyn scheint, ist also keine ebene, sondern
eine krumme erhabene Fläche, und der Horizont ist eigentlich ¬
eine Ebene, welche die Oberfläche des stillstehenden Wassers ¬
berührt.
Wenn der Beobachter immer weiter nach der Richtung
der Mittagslinie fortgeht; so wird er einen Stern, der vorher ¬
in seinem Scheitel stund, immer weiter von demselben
nach einer Richtung abrücken sehen, welche der seiner Bewegung ¬
auf der Erdoberfläche entgegen gesetzt ist, und zwar
bey gleichen auf der Erde zurückgelegten Wegen nahe um
gleich viel, von welchem Ort der Erde man auch ausgehen
mag. Die Gestalt der Erde muß also der Gestalt eines
Körpers sehr nahe kommen, der allenthalben gleich starke
Krümmung hat, d. i. einer Kugel. Unter dieser Voraussetzung ¬
werden die Richtungen der Schwere in dem Mittelpunkt ¬
der Erdkugel zusammenlaufen, und der Horizont wird
eine die Erdkugel an dem Ort des Beobachters berührende
Ebene seyn.
§. 10. Beobachtet man die Sterne vor dem Aufgang
der Sonne; so bemerkt man, daß ihr Licht in dem Maas
schwächer wird, als die Morgendämmerung anfangt stärker
zu werden, und zuerst die kleineren, hernach bey dem Anbruch ¬
des Tags und dem Aufgang der Sonne die größeren
ganz verschwinden. Der Mond, welcher vorher mit einem
lebhaften Lichte glänzte, wird nach dem Aufgang der Sonne
blaß erscheinen, und kaum noch sichtbar seyn. Des Abends
beob¬