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mit dem Punkt der Erdoberfläche, welchem er vor dem Anfang ¬
seines Falls entsprach, zugleich gegen Morgen fortrückt.
Genau genommen hat übrigens der Körper in einer beträchtlichen ¬
Höhe eine größere Geschwindigkeit, als der senkrecht ¬
unter ihm befindliche Punkt der Erdoberfläche, und
zwar in demselben Verhältniß, in welchem das von ihm
auf die Erdaxe gefällte Perpendickel größer ist, als dasjenige, ¬
welche von dem correspondirenden Punkt der Erdoberfläche ¬
auf die Erdaxe gefällt wird. Daher muß der Körper ¬
vielmehr etwas weniges östlicher fallen, als wenn die
Erde sich nicht um ihre Axe drehte. Guglielmini*) und
Benzenberg **) haben hierüber genaue Versuche angestellt.
Ersterer fand bey einer Fallhöhe von 241 par. Fuß eine
Abweichung gegen Osten von 8,375 Lin., gegen Süden
5=272 Lin. letzterer bey einer Fallhöhe von 235 p. F. eine
östliche Abweichung von 3,99 Lin. und eine südliche von
1,5 Lin. Nach der Theorie sollte, wenn der Widerstand
der Luft bey Seite gesetzt wird, die östliche Abweichung
= 4,8 Lin. bey einer Fallhöhe von 241 Fuß, und — 3,95
Lin. für die Fallhöhe von 235 Fuß, die südliche Abweichung ¬
hingegen unmerklich seyn. Wird ein Körper vertikal ¬
aufwarts geworfen; so kann gezeigt werden, daß er
nun westlich von dem Punkt, an welchem der Wurf geschah, ¬
niederfallen muß. La Place findet die westliche Abweichung ¬
= 128, 9mèt. (396,8 par. Fuß), wenn der Körper
mit einer Geschwindigkeit von 500met. (1539,2 p. F.) senkrecht ¬
in die Höhe geworfen, und der Widerstand der Luft
bey Seite gesetzt wird **). Es ist sehr schwer, diese Versuche ¬
mit Genauigkeit anzustellen.
*) J. B. Guglielmini de diurno terrae motu experimentis physico-mathematicis ¬
confirmato opusculum. Bononiae 1792.
**) Benzenberg Versuche über die Umdrehung der Erde. Dortmund 1804.
*) Mécanique céleste. T. IV. pag. 304. 305.