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auf 3, des Aldebaran auf 1,6 Sekunden. An der Wega
glaubte er eine Parallaxe von 2 Sek bemerkt zu haben, was
sich aber bey fortgesetzten Beobachtungen nicht bestätigte.
Letzterer setzt die Parallaxe dieses Sterns auf 44. Unter
diesen Sternen wäre uns also die Wega am nächsten, aber
sie wäre noch immer 16878 Halbmesser der Erdbahn von
uns entfernt, und ein von diesem Stern ausgehender Lichtstral ¬
würde nach §. 107. eine Zeit von 267 T. 14 St.
20 M. gebrauchen, um bis zu uns zu gelangen. Jedoch
scheinen nach Bessel's Untersuchungen *) die Parallaxen der
Fixsterne noch viel kleiner zu seyn, und man wird in den
meisten Fällen keinen merklichen Fehler begehen, wenn man
die ganze Erdbahn in Vergleichung mit der Entfernung der
Fixsterne als einen Punkt betrachtet.
§. 160. Die Beobachtungen, welche Bradley zur Bestimmung =
der Parallaxe und Aberration der Fixsterne anstellte, ¬
leiteten ihn noch auf eine andere Entdeckung.
bemerkte, daß zwar nach Verfluß eines Jahrs die Erscheinungen ¬
der Aberration in derselben Ordnung wiederkehrten,
aber nach mehreren Jahren sich beträchtliche Unterschiede
zwischen den beobachteten und den nach der Theorie der Aberration ¬
berechneten scheinbaren Abweichungen der Fixsterne
zeigten, und daß diese scheinbaren Bewegungen eine Periode ¬
von etwa 18 Jahren hatten. Er fand ferner, daß diese
Erscheinungen von der Lage der Mondsknoten gegen die Aequinoktialpunkte ¬
abhiengen, und der Abstand der Sterne
von der Ekliptik, oder ihre Breite unverändert blieb, ihre
Länge und gerade Aufsteigung aber sich ebenfalls veränderten, ¬
und der gröste Unterschied der Abweichungen in 9 Jahren ¬
auf 18 stieg. Durch eine Menge an verschiedenen Sternen ¬
angestellte Beobachtungen wurde er endlich auf folgende
Hypothese geleitet, welche alle diese Erscheinungen erklärt.
Wegen des Zurückweichens der Aequinoktialpunkte (§. 37.)
beschreibt erstlich der Pol des Aequators um den Pol der
*) Monatl. Corresp. Febr. 1809. pag. 183.
Bohnenbergers Astronomie.