Full text : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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entgegengesetzt  sind.  DemParallaxe ¬
  sich  zeigen  müßten
Theorie  der  Aberration  genach ¬
  stimmt  auch  das  aus  der
fundene  Gesetz,  nach  welchem  sie  sich  verändert,  mit  Bradley's ¬
  Beobachtungen  überein.
§.  158.  Nimmt  man,  wie  im  154.  §.  jede  der  Seiten  des
sphärischen  Dreyecks  ASB  (Fig.  51.)  kleiner  als  90  Grad,  und
setzt  den  Winkel,  dessen  Sinus  zu  dem  Sinus  totus  sich  wie  die
Geschwindigkeit  der  Erde  zu  der  Geschwindigkeit  des  Lichts  verhält, ¬
  und  welcher  nach  §.  156.  für  die  mittlere  Geschwindigkeit
der  Erde  20“,25  beträgt,  gleich  a;  so  hat  man,  wie  im  154.  §.
wenn  R  auf  AE  senkrecht  gezogen  wird,
a  Cos.  AD
a  Sin.  AB
1.)  sRSin. -
  tot.
Sin.  tot.
a  Sin.  b  Sin.  AD
a  Sin.  AS  Cos.  AB
2.)  SRSin. ¬
  tot.
Sin.  tot.
woraus  wiederum  folgt,  daß  wegen  der  Aberration  jeder  nicht
in  der  Ekliptik  stehende  Fixstern  um  seinen  wahren  Ort  als  Mittelpunkt ¬
  eine  Ellipse  zu  beschreiben  scheint,  deren  große  Axe  unter ¬
  dem  Winkel  2a  erscheint,  und  den  durch  den  wahren  Ort
Die
des  Sterns  gelegten  Breitenkreis  senkrecht  durchschneidet.
wie
große  Axe  der  Aberrationsellipse  verhält  sich  zu  der  kleinen
Steht
der  Sinus  totus  zu  dem  Sinus  der  Breite  des  Sterns.
der  Stern  in  der  Ekliptik;  so  geht  die  Ellipse  in  eine  gerade  Linie
über,  und  die  Aberration  der  Breite  verschwindet.
Es  ist  Cos.  AD  —  Cos.  (VD-VA)  =  Cos.  (VA-  VD)
Sin.  AD  =  Sin.  (VD-  VA)  —  -  Sin.  (VA-  VD);
also,  wenn  man  die  Bezeichnungen  des  154.  §.  beybehält,  und
den  Sinus  totus  =  1  setzt,
3.)  SR  =  a  Cos.  (1-()
4.)  SR=  -  a  Sin.  b  Sin.  (l-()
Man  setze  diejenigen  Abstände  vom  Breitenkreis  und  dem
durch  ihn  in  dem  wahren  Ort  des  Sterns  gezogenen  Perpendikel, ¬
  welche  wegen  der  jährlichen  Parallaxe  und  der  Aberration
zugleich  Statt  finden  würden,  seyen  «R.  und  SR.  Fig.  49.  b;  so
wird  man  haben
sR'  —  a  Cos.  (1-())  +  p  Sin.  (1-C)
SR  —  -  a  Sin.  b  Sin.  (1-())  +  p  Sin.  b  Cos.  (1-G))
—  a  Der.  2—a
Man  setze  P  =  Tg.  2;  so  wird
Cos.  2
und  sR  =  Va24p2  (Cos.  (1-())  Cos.  2  +  Sin.  (f-  C))  Sin,  2)
            
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