216
Sinus der Horizontalparallare für einen gegebenen Ort der Erde ¬
wird also gefunden werden, wenn man den Sinus der Horizontalparallaxe ¬
unter dem Aequator mit der in §. 137. n. 15. gegebenen ¬
Reihe multiplicirt, welche man in dem 142. §. für die
Abplattung berechnet findet. Die Berechnung der Parallaxen
ausser dem Meridian, und in Beziehung auf Länge und Breite,
gerade Aufsteigung und Abweichung wird weiter unten gezeigt
werden.
§. 146. Aus der bekannten Größe der Erde ergeben
sich jetzt leicht die Größen derjenigen Himmelskörper, deren
scheinbare Halbmesser in dem ersten Buch angegeben sind,
und die Höhen der Mondsberge, deren Verhältniß zu dem
Halbmesser des Monds man bestimmt hat. Vermöge des
63. §. ist die Horizontalparallaxe des Monds unter dem
Aequator, oder der aus dem Mittelpunkt des Monds gesehene ¬
scheinbare Halbmesser des Aequators der Erde - 57
1, wenn der aus dem Mittelpunkt der Erde gesehene Halbmesser ¬
des Monds = 15 33,7 ist. Folglich verhält sich
der Halbmesser des Aequators der Erde zu dem Halbmesser
des Monds = 57 1 : 15 33,7 - 1 : 0,27293 oder
nahe = 11: 3 (§. 49. n. 6.), und daher ist, wenn man
den Halbmesser des Aequators nach §. 143. nimmt, der
Halbmesser des Monds = 892949 Tois.
Nach §. 81. giebt es Berge auf dem Mond, deren
Höhe seines Halbmessers beträgt, welches nach dem
hier gefundenen Halbmesser des Monds 2642 Toisen ausmacht. ¬
Schröter hat einige über 4000 Toisen hoch gefunden. ¬
Der Chimboraço erhebt sich nur 3358 Tois. über die
Meeresfläche.
Nach §. 50. ist die Horizontalparallaxe der Sonne in
ihrer mittleren Entfernung von der Erde, oder der in dieser ¬
Distanz gesehene scheinbare Halbmesser der Erde =8,8,
und der scheinbare Halbmesser Sonne ist in eben dieser Distanz ¬
= 16 1,38; folglich verhält sich nach §. 49. n. 6.
der Halbmesser der Erde zu dem Halbmesser der Sonne
=1: 109,25.
Der scheinbare Durchmesser des Aequators des Jupiters ¬
ist in seiner mittleren Distanz von der Sonne = 38,2