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quators sey ab, die Erdaxe pp, und un, mn seyen die Richtungen ¬
der Schwere an den unter diesem Meridian liegenden ¬
Orten m. m, welche den Durchmesser des Aequators
in n,n treffen, und verlängert die Scheitelpunkte v, v dieser ¬
Orte bezeichnen. Wenn nun die zwey Orte ungleiche
Polhöhen haben; so werden die Richtungen der Schwere
sich in einem ausserhalb des Durchmessers ab des Aequators
liegenden Punkt o schneiden, und es wird der Winkel mom
onn
— anm +um) oder der Summe der Polhöhen der zwey
Orte, wenn sie, wie in der Figur auf verschiedenen Seiten
des Aequators liegen, im entgegengesetzten Fall aber ihrer
Differenz gleich seyn. Mittelst dieses Winkels und der
beobachteten von der Stralenbrechung befreyten Abstände
ums, ums des Himmelskörperss von den Scheiteln v,v
hat man in §. 48. das Viereck momo aufgelöst, indem man
mo = om setzte, und also statt der Distanz sc die so, und
selbst diese nur in dem Fall genau erhalten, wenn die zwey
Orte gleiche Polhöhen hatten.
Um nun die von der abgeplatteten Gestalt der Erde
herrührenden Fehler jener Methode zu vermeiden, ziehe man
die Halbmesser cm, em der Erde, und verlängere sie nach
3 und 3. Mittelst der bekannten Polhöhen findet man
die Winkel acm, acm (§. 137. n. 1.) und die Halbmesser
cm, cm (137. n. 4. oder 15.). Man kennt also auch die
omn§em'n'
Winkel zyme als die Unterschiede der Polhöhen
und der vorhin gefundenen Winkel. Zieht man diese Winkel ¬
von den Scheitelabständen des Himmelskörpers ab; so
hat man die Winkel zms, zms. Mithin kennt man in
dem Viereck emom zwey aneinander liegende Seiten me und
em sammt dem Winkel, welchen sie mit einander machen,
weil mem = acm + acm, und zwey seiner äusseren Winkel,
wodurch die Seiten mo, sm und die Diagonale sc gefunden
werden können. Da man jetzt das Verhältniß von co: ca
kennt; so kann man auch die Horizontalparallaxe des Himmelskörpers ¬
unter dem Aequator nach §. 48. finden.
Aus der Horizontalparallaxe unter dem Aequator findet ¬
man die Horizontalparallaxe an einem gegebenen Ort