Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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den.  Man  messe  eine  Seite  BC  dieser  Dreyecke,  und  die
Winkel  so  wohl  des  Dreyecks  ABC,  als  aller  übrigen;  se
findet  man  aus  der  Basis  BC  und  den  Winkeln  die  Seiten
AB,  AC.  Eben  so  in  dem  Dreyeck  BCD  aus  der  Seite
BC  die  Seiten  BD,  CD.  In  dem  anliegenden  Dreyeck
CDE  kennt  man  wiederum  eine  Seite  CD,  und  die  Winkel, ¬
  woraus  sich  die  Seiten  DE  und  EC  ergeben.  Endlich
findet  man  in  dem  Dreyeck  EDF  aus  der  nun  bekannten
Seite  DE  und  den  Winkeln  die  Seiten  DF  und  FE.  Mithin ¬
  werden  die  geraden  Linien,  aus  welchen  die  gebrochene
Linie  ACEF  zusammengesetzt  ist,  und  die  Winkel  ACE,
CEF,  welche  sie  mit  einander  machen,  durch  die  gemeßene
Winkel  der  Dreyecke  gegeben  seyn.  Man  beobachte  noch  den
Winkel  CAM,  welchen  die  Seite  CA  mit  der  an  dem  Ort  4
gezogenen  Mittagslinie  AM  macht,  fälle  von  C,E  undF  die
Perpendickel  Ce,  Ee,  H/auf  AM,  und  ziehe  durch  die  Punkte
C  und  E  die  Parallelen  (g,  Eh  mit  AM,  welche  den  wo
nöthig  verlängerten  Perpendikeln  Ee,  Ef  in  g  und  h  begegnen. ¬
  Da  man  in  dem  bey  c  rechtwinklichten  Dreyeck
Ac  den  Winkel  CAc  und  seine  Hypotenuse  20  kennt;  so
kann  man  die  Seite  Ac  finden.  Nun  macht  der  Winkel
gCA  mit  dem  gegebenen  CAM  zwey  rechte  Winkel,  und
der  Winkel  ACE  ist  durch  die  Winkel  der  Dreyecke  gegeben;
folglich  kennt  man  ihren  Unterschied  gCE.  Man  kann  also
die  Seite  Cg  oder  die  ihr  gleiche  ce  durch  die  Auflösung  des
bey  g  rechtwinklichten  Dreyecks  CEg  finden.  Endlich  ist
der  Winkel  CEh  =  2R  —gCE,  und  der  Winkel  CEF  ist
gegeben;  folglich  kennt  man  den  Winkel  FEh  des  rechtwinklichten ¬
  Dreyecks  FEh,  dessen  Hypotenuse  ebenfalls  gegeben
ist,  und  kann  daher  hE  oder  die  ihr  gleiche  ef  finden.  Aus
diesen  Stücken  des  zu  meßenden  Bogens  ergiebt  sich  nun
der  Bogen  Af  =  Ac  +  ce+  ef,  und  die  Meßung  kann  auf
ähnliche  Art  weiter  fortgesetzt  werden,  wobey  man  nichts
als  Winkel  von  Dreyecken  zu  meßen  hat.
§.  135.  Picard,  welcher  nach  dieser  von  Snellius  gezeigten ¬
  Methode  die  erste  genauere  Meßung  eines  Bogens
des  durch  die  pariser  Sternwarte  gezogenen  Meridians  zwiBohnenbergers ¬
  Astronomie.
N
            
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