190
der Voraussetzung ab und bd in b eine gemeinschaftliche Tangente ¬
haben. Eben so seyen ah oder he, ek oder pk die aus
den Bogen de, ep gefundenen Halbmesser, phhe, und h,
k die Mittelpunkte der Bogen de, ep. Die Verlängerung
von af schneide die dg, he, pk in den Punkten l, m, c.
Nun ist (I, 20.) fg fllg
mithin fg + ghfl+ lh
und um so mehr fl+ lm + mh
fgt gh r hk fl + ln + mk
um so mehr fl+ lm + mc + ck
oder fg 4 gh + hk fcr ck.
Es ist aber
pe m et — eh
1h tehtk— f tghth.
ah)
ph
solglch ist pee se e
und po Sac.
Wenn aber die Halbmesser der verschiedenen Bogen
des Meridians von dem Aequator an bis zu dem Pol abnehmen; ¬
so nehme man den Punkt p unter dem Aequator,
folglich a als Pol an, und es wird wie vorhin folgen, daß
pe ac.
§. 133. Weil der einem beliebigen Bogen ab des
180 ab
Erdmeridiaus zugehörige Halbmesser af
ist; so
a afb
verhalten sich diese Halbmesser, wenn die den Endpunkten
der Bogen entsprechende Richtungen der Schwere gleiche
Winkel mit einander machen, wie die Längen der Bogen.
Nun kann man aus der Länge ab eines Bogens und dem
ihm zugehörigen Winkel afb diejenige Länge desselben finden, ¬
welche einem Winkel von 1 Grad entspricht, wenn
man die Länge des gemeßenen Bogens ab mit der Anzahl
der auf den Winkel afb gehenden Grade dividirt. Man
nennt diese Bogen des Erdmeridians, welche einem Winkel
der an ihre Endpunkte gehenden Vertikallinien von einem
Grad entsprechen, oder um welche man in der Richtung
des Meridians fortgehen muß, bis sich die Polhöhe oder
die geographische Breite um einen Grad verändert, nach