Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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ruhend  angenommenen  Erde  unbestimmt.  Man  wird  also
um  die  in  Ruhe  befindliche  Erde  zuerst  den  Mond  wegen
seiner  beträchtlichen  Parallaxe  in  einer  beynahe  kreisförmigen ¬
  Bahn  sich  bewegen  lassen.  Hierauf  kommen  der  Merkur ¬
  und  die  Venus  in  unbestimmten  Entfernungen  von  der
Erde,  welche  sich  um  diese  in  kreisförmigen  Bahnen,  aber
nicht  unmittelbar,  sondern  in  Epicykeln  bewegen,  deren
Mittelpunkte  diese  Bahnen  so  beschreiben,  daß  die  von  der
Erde  durch  den  Mittelpunkt  des  Epicykels  gezogene  gerade
Linie  beständig  durch  die  Sonne  geht,  und  deren  Halbmesser ¬
  zu  den  Halbmessern  der  Kreise,  in  welchen  sich  ihre
Mittelpunkte  um  die  Erde  bewegen,  ein  durch  die  grösten
Elongationen  dieser  Planeten  von  der  Sonne  gegebenes
Verhältniß  haben.  (§.  83.  85.)  Ptolemaus  ließ  auf  den
Mond  zunächst  den  Merkur,  hierauf  die  Venus  folgen.
Nun  wird  die  Bahn  der  Sonne  um  die  Erde  kommen,  alsdenn ¬
  in  unbestimmten  Entfernungen  die  mit  der  Erde  nahe
concentrischen  Bahnen  der  oberen  Planeten,  welche  von  diesen ¬
  wiederum  nicht  unmittelbar,  sondern  durch  Epicykel
beschrieben  werden,  deren  Mittelpunkte  diese  Kreise  beschreiben, ¬
  und  es  wird  allein  das  Verhältniß  des  Halbmessers
des  Epicykels  zu  den  Halbmessern  des  seinen  Mittelpunkt
Epicykel  der
fortführenden  Kreises  gegeben  seyn.  Alle  diese
daß  ihre  an
oberen  Planeten  müßen  so  beschrieben  werden
dem  an  den
den  Ort  des  Planeten  gezogene  Halbmesser  mit
gleichzeitigen  Ort  der  Sonne  gezogenen  Halbmesser  der  SonPtolemaus ¬

nenbahn  parallel  sind  (§.  95.  102.  112.).
nahm  die  Halbmesser  der  Planetenbahnen  desto  größer  an,
je  größer  die  Umlaufszeiten  waren,  und  ließ  daher  auf  die
Sonne  den  Mars,  hierauf  den  Jupiter  und  endlich  den  Saturn ¬
  folgen.  Diese  Hypothese  macht  das  ptolemäische  System ¬
  aus  (Fig.  38.).  Das  sogenannte  ägyptische  System
unterscheidet  sich  von  dem  ptolemäischen  blos  darinn,  daß  in
demselben  die  Mittelpunkte  der  Epicykel  des  Merkurs  und  der
Venus  in  den  Mittelpunkt  der  Sonne  selbst  gesetzt  werden,
statt  sie  in  unbestimmter  Entfernung  auf  dem  an  die  Sonne
gezogenen  Halbmesser  ihrer  Bahn  um  die  Erde  anzunehmen.
Sollen  aber  in  diesem  System  die  zugleich  oben  erwähnten
            
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