Full text : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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nem  Mittelpunkt  in  Halbmessern  des  Uranus  ausgedrückt,
und  ihre  siderischen  Umlaufszeiten  sind  folgende:
T.  St.  M.  S.
5  21  25  20,6
13.120
8  16  57  475
II.
17,022
10  23  3  59,0
III.
19,845
13  10  56  29,8
IV.
22,752
38  1  48  0
45=507
107  16  39  56
VI.
91,008
§.  123.  In  dem  gegenwärtigen  Jahrhundert  sind
noch  vier  neue  Planeten  entdeckt  worden,  welche  die  Namen ¬
  Teres,  Pallas,  Juno  und  Vesta  erhalten  haben.  La
Place  *)  nennt  sie,  weil  sie  nur  durch  Fernröhren  gesehen
werden  können,  teleskopische  Planeten.  Sie  zeigen  sich
übrigens  zuweilen  als  Sterne  der  fünften  oder  sechsten
Größe.  Piazzi  in  Palermo  entdeckte  die  Ceres  am  1.  Januar ¬
  1801,  Olbers  in  Bremen  am  28.  März  1802  die
Pallas,  Harding  in  Lilienthal  am  1.  Sept.  1804  die  Juno, =
  und  wiederum  Olbers  am  29.  März  1807  die  Vesta.
Diese  vier  Planeten  kommen  mit  der  Sonne  in  Opposition,
und  gehören  daher  zu  den  oberen  Planeten.  Ihre  Bahnen
sind  von  Prof.  Gauß  in  Göttingen  der  kurzen  seit  ihrer
Entdeckung  verfloßenen  Zeit  ungeachtet  schon  so  genau  bestimmt ¬
  worden,  daß  man  sie  zu  jeder  Zeit  am  Himmel
auffinden  und  von  einander  und  den  Fixsternen  unterscheiden ¬
  kann.  Er  hat  seine  Methoden,  deren  Anwendung
auf  diese  vier  neue  Planeten  ihre  Brauchbarkeit  an  den
Tag  legt,  in  einem  eigenen  Werk  ausführlich  bekannt  gemacht ¬

Die  mittleren  Abstände  von  der  Sonne  und  die  tropischen ¬
  Umlaufszeiten  der  vier  neuen  Planeten  sind,  wenn
man  den  mittleren  Abstand  der  Erde  von  der  Sonne  —  1
setzt,  folgende:
*)  Exposition  du  Système  du  Monde,  III  edit.  Paris  1808.
**)  Theoria  motus  corporum  coelestium  in  sectionibus  conicis  solem
ambientium,  auctore  Carolo  Friderico  Gauss.  Hamburgi.  1809.
            
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