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cher mit dem beobachteten Stern so nahe zusammentraf,
daß kein Zweifel über die Identität dieses Sterns mit dem
neuen Planeten übrig blieb. Bode fand nachher, daß schon
im Jahr 1690 Flamstead in Greenwich eben diesen Planeten ¬
beobachtet und unter n. 34. im Stier als einen
stern in sein Verzeichniß eingetragen hatte. Auch Le Monnier ¬
in Paris hatte den Uranus im Jahr 1769 beobachter,
aber ebenfalls für einen Fixstern gehalten.
§. 122. Herschel hat in den Jahren 1787, 90 und
94 sechs Trabanten um den Uranus entdeckt, welche sich in
beynahe auf der Ebene der Ekliptik senkrechten kreisförmigen ¬
Bahnen um diesen Planeten nach einer den Bewegungen ¬
der übrigen Himmelskörper entgegengesetzten Richtung,
nemlich von Morgen gegen Abend bewegen. Den Neigungswinkel ¬
der Bahnen gegen die Ekliptik fand er = 89
48 .
Diese Bahnen müßen also als gerade beynahe auf
der Ekliptik senkrechte Linien erscheinen, wenn ihre erweiterte ¬
Ebene durch die Erde geht, hingegen nahe als Kreise,
wenn die Erde 90 Grade von der Knotenlinie derselben absteht. ¬
Machten die Ebenen dieser Bahnen mit der Ebene
der Ekliptik genau einen rechten Winkel; so würde man
die Bewegung der Trabanten weder rechtläufig, noch rückläufig ¬
nennen können. Bey der senkrechten Lage der Bahnen ¬
geschieht also der Uebergang aus der einen Richtung
der Bewegung in die entgegengesetzte blos durch die Veränderung ¬
des Neigungswinkels, und wenn die Trabanten von
der Erde aus gesehen in der Richtung von Abend gegen
Morgen um den Planeten ihre Umläufe zu machen scheineu; ¬
so werden sie sich von dem Planeten aus gesehen nach
derselben Richtung bewegen, wenn der spitze Winkel, unter
welchem der nördliche Theil der Ebene ihrer Bahnen gegen
die Ebene der Ekliptik geneigt ist, von der Erde abgekehrt
ist, aber nach der entgegengesetzten Richtung, oder von
Morgen gegen Abend, wenn eben dieser Winkel seine Oefnung ¬
gegen die Erde kehrt.
Die Abstände der sechs Trabanten des Uranus von seiBohnenbergers ¬
Astronomie.