Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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§.  117.  Die  Bewegungen  der  Saturnstrabanten  sind
wegen  der  Schwierigkeit  der  Beobachtungen  lange  nicht  so
genau  bekannt,  wie  die  der  Jupiterstrabanten.  Nur  bey
dem  ehmaligen  vierten,  oder  dem  jetzigen  sechsten  Trabanten, ¬
  welcher  am  leichtesten  zu  beobachten  ist,  hat  man  seine
Verfinsterung  durch  den  Schatten  des  Saturns  beobachtet.
Die  Verfinsterungen  seiner  Trabanten  ereignen  sich  überhaupt ¬
  wegen  der  beträchtlichen  Neigung  ihrer  Bahnen  selten.
Ihre  Abstände  von  dem  Saturn  ergeben  sich,  wie  in  §.
110.  die  Abstände  der  Jupiterstrabanten,  aus  ihren  grösten ¬
  Digressionen  von  dem  Saturn  und  aus  dem  gleichzeitigen ¬
  scheinbaren  Halbmesser  des  letztern.  Nimmt  man  diesen ¬
  zur  Einheit  an,  so  sind  die  mittleren  Abstände  der  Trabanten ¬
  des  Saturns  von  seinem  Mittelpunkt,  und  ihre
siderischen  Umlaufszeiten  folgende:
Abstände
sid.  Uml.
Zeiten.
T.  St.
M.  S.
ehmals.
22
3,080
37  30
3=952
53
III.
1  21
4,893
18  26
IV.
II.
6,268
2  17
44  51
III.
8,754
12  25  1I
IV.
VI.
20,295
15  22  41  14
V.  VII.
59,154
54  37
Die  aus  dem  Mittelpunkt  des  Saturns  gesehene  Längen ¬
  der  fünf  älteren
Trabanten  am  1.  Januar  1801  um
Mitternacht  nach  dem  Pariser  Meridian  sind:
III.
15°  23
IV.
VI.
10
VII.
28
29
welche  dazu  dienen  können,  die  gegenseitige  Lage  der  Trabanten ¬
  beyläufig  zu  bestimmen,  und  sie  von  einander  zu  unterscheiden. ¬

§.  118.  Nach  Herschels  Beobachtungen  dreht  sich  so
wohl  der  Saturn  als  sein  Ring  um  eine  auf  der  Ebene  des
            
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