Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

gen  RE  des  Parallels  gehen,  und  hieraus  mittelst  der  Umlaufszeit ¬
  des  Sterns,  die  Zwischenzeit  zwischen  seinem  obern  Durchgang ¬
  durch  den  Meridian  und  der  Zeit  seiner  grösten  Digression.
Bey  der  Methode  n.  2.  kennt  man  die  Zeiten  des  Durchgangs ¬
  des  Sterns  durch  einerley  Vertikalkreis  Zh  Fig.  2.  in
und  «,  und  seine  Umlaufszeit,  und  hieraus  den  Winkel  Po
wenn  man  schließt:  Umlaufszeit:  Zeit  von  1  bis5  —  360°:  PF.
Man  ziehe  aus  dem  Pol  P  den  grösten  Kreis  Pr  auf  Zh  senkrecht; ¬
  so  halbirt  dieser  den  Winkel  «Po  und  man  kennt  «Pr.
In  dem  bey  r  rechtwinklichten  Dreyeck  Por  verhält  sich  Cosin.
Pr  :  Cotang.  rPs  —  Sin.  tot  :  Tang.  Por,  woraus  man  mittelst ¬
  der  Polardistanz  Po  den  Winkel  Per  findet.  Sodenn  hat
man  in  dem  Dreyeck  PoZ  die  Proportion  Sin.  PZ  :  Sin.  Pr—
Sin.  Per:  Sin.  PZs,  woraus  sich  der  Winkel  PZr  oder  der
Bogen  Nh  des  Horizonts  zwischen  dem  Vertikalkreis  Zh  und
dem  Meridian  ZN  ergiebt.  Sind  die  zwey  Zwischenzeiten  nur
wenig  verschieden;  so  hat  man  sehr  nahe,  wenn  man  statt  der
Tangenten  und  Sinus  der  kleinen  Winkel  90°  —rPr,  Por  und
PZr  die  Winkel  oder  Bogen  selbst  setzt
Cos.  Ps  :  Sin.  tot.—  900-  rPs:  Psr
Sin.  PZ:  Sin.  Pe    Pey
RZI
Sin.  PZCos.  Ps;  Sin.  Ps  Sin,  tot.
Sin.  Pr  Sin.  tot.
Din.PZ
s  PZo
Cos.  Ps
d.  i.  Sin.  PZ:  Tang.  Ps
und  der  Winkel  90°  —  rPo  ergiebt  sich  unmittelbar,  wenn  man
den  Unterschied  des  vierten  Theils  der  Umlaufszeit  des  Sterns
und  der  halben  Zwischenzeit  zwischen  einem  obern  und  untern
Durchgang  durch  den  Vertikalkreis  in  Grade  oder  deren  Unterabtheilungen ¬
  verwandelt,  indem  man  schließt:
Umlaufszeit:  Unterschied  —  900:  900  —  rPs.
§.  6.  Die  nähere  Bestimmung  der  Lage  eines  Sterns
gegen  den  Horizont  und  seiner  täglichen  Bewegung  ergiebt  sich
nun  auf  folgende  Art.  Es  sey  MZ  Psp  Fig.  3.  der  Meridian, ¬
  MHNder  Horizont,  und  ein  Stern  in  S.  Man  lege  durch
den  Scheitel  Z  und  den  Stern  S  einen  grösten  Kreis  ZS,
welcher  dem  Horizont  in  A  begegne:  so  ist  ZH  ein  Vertikalkreis, ¬
  SZ  des  Sterns  Abstand  vom  Scheitel,  und  HS
seine  Höhe  über  dem  Horizont,  gegen  welche  seine  Lage  bestimmt ¬
  ist,  wenn  man  seine  Höhe  HS,  und  den  Bogen  NH
des  Horizonts  kennt,  welcher  von  dem  Nordpunkt  Nan  durch
den  Vertikalkreis  abgeschnitten  wird,  und  das  Azimuth
des  Sterns  heißt.  Ein  Parallelkreis  KSL  des  Horizonts
            
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