Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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Mond  ebenfalls  giebt,  unterscheiden  sich  von  den  Bergen
theils  durch  Lage  des  Schattens  an  ihren  Rändern,  theils
dadurch,  daß  ihr  Grund  noch  dunkel  ist,  wenn  die  rund
um  liegende  Theile  schon  beleuchtet  sind.
Aus  dem  Abstand  der  in  der  Nachseite  liegenden  hellen ¬
  Punkte  von  der  Lichtgränze  kann  man  das  Verhältniß
der  Erhöhungen  dieser  Punkte  über  die  Oberfläche  des
Monds  zu  seinem  Halbmesser  finden.  Der  einfachste  Fall
ist,  wenn  der  helle  Punkt  in  der  Nähe  des  Mittelpunkts
liegt,  mithin  der  Mond  ungefähr  halb  erleuchtet  ist.  Sey
ahb  ein  durch  den  scheinbaren  Mittelpunkt  a  der  Mondscheibe
und  den  leuchtenden  Punkt  b  gelegter  gröster  Kreis  des
Monds;  so  berührt,  wenn  zur  Zeit  einer  Quadratur  die
Spitze  des  Bergs  bh  eben  von  der  Sonne  beschienen
wird,  die  gerade  Linie  ab  jenen  Kreis  in  a.  Man  ziehe  die
bk  durch  den  Mittelpunkt  c;  so  ist  (III,  36.)  kb  dbh  -ab,
ab2
ab
sehr  nahe  —  .  Nuy  ist  durch  die  Beobund ¬
  bhachtungen =
  das  Verhältniß  von  ab  zu  ch  gegeben;  folglich
kennt  man  das  Verhältniß  von  bh  zu  ch.  Hevel  fand  z.  B.
den  Abstand  eines  solchen  Punkts  von  der  Lichtgränzedes -
  Halbmessers  des  Monds;  folglich  ist  hier  bh  338 =

wie
Es  giebt  aber  noch  höhere  Berge  auf  dem  Mond,
Schroter  durch  sehr  sorgfältige  Beobachtungen  gefunden
hat
Es  ist  im  72.  §.  gezeigt  worden,  daß,  wenn  der  Vollmond ¬
  eine  große  nördliche  oder  südliche  Breite  hat,  ein
schmaler  Theil  seines  südlichen  oder  nördlichen  Randes  noch
in  die  Nachtseite  fällt.  Die  Unebenheiten  auf  der  Oberfläche ¬
  des  Monds  machen  dieses  dadurch  sehr  merklich,  daß  der
südliche  oder  nördliche  Rand  ausgezackt  erscheint,  je  nachdem
die  Mondsbreite  nördlich  oder  südlich  ist.
*)  Schröters  selenotopographische  Fragmente.  1791.  welches  interessante =
  Werk  eine  genaue  Beschreibung  und  Abbildung  der  Oberfläche  der
Monds  und  der  darauf  befindlichen  Merkwürdigkeiten  enthält.
            
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