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nahe zwanzigmal kleiner ist, als der §. 50. aus der genaueren ¬
Angabe der Sonnenparallaxe gefolgerte.
Der Mond zeigt schon dem unbewafneten
§. 80.
Auge, noch mehr aber durch Fernröhren eine große Anzahl
unveränderlicher Flecken, welche man sorgfältig beobachtet
und abgebildet hat. Da ihre Lage gegen den Mittelpunkt
des Monds beständig nahe dieselbe bleibt; so kehrt er uns
immer nahe dieselbe Seite zu, und nur von dieser wissen
wir aus den §. 71. angeführten Erscheinungen, daß sie
sphärisch ist. Er dreht sich also in Beziehung auf die Fixsterne ¬
in derselben Zeit einmal um seine Axe, in welcher er
in Beziehung auf dieselbige einen Umlauf am Himmel macht,
mithin in 27 T. 7 St. 43 M. 11,51 S. (§. 61.). Auf dem
uns zugekehrten Mittelpunkt der Mondscheibe ist es zur Zeit
des Neumonds Mitternacht, und zur Zeit des Vollmonds
Da nun dieser Punkt beständig nahe derselbe
Mittag.
Punkt der Oberfläche des Monds ist; so ist die Zeit von
Mitternacht bis Mittag einem halben synodischen Monat
und die Dauer eines astronomischen Tags auf dem Mond
dem synodischen Monat gleich.
Uebrigens bemerkt man bey fortgesetzten genauen Beobachtungen ¬
der Mondsflecken kleine periodische Veränderungen ¬
in ihrer Lage gegen den scheinbaren Mittelpunkt
und den Rand des Monds. Die nahe an dem Rand liegende ¬
Flecken verschwinden und erscheinen wechselsweise, und
die in der Nähe des Mittelpunkts liegende stehen bald auf
dieser, bald auf jener Seite desselben. Die letzteren Bewegungen ¬
sind größer als die ersteren, man findet aber,
daß dieser Unterschied allein von der schiefen Richtung der
Bewegung am Rand gegen das Aug des Beobachters herrührt, ¬
und von dem Mittelpunkt des Monds gesehen die
Bewegungen der Flecken gleich groß erscheinen, mithin ihre ¬
gegenseitige Lage sich nicht verändert. Man nennt diese
periodischen Oscillationen die Libration des Monds, und
zwar diejenigen, welche nach einer mit der Ekliptik parallelen ¬
Richtung geschehen; die Libration in der Länge, die
darauf senkrechten aber die Libration in der Breite.