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Finsterniße ungefähr in derselben Ordnung wiederkehren
welches ein einfaches Mittel giebt, sie vorherzusagen. Uebrigens ¬
erfordern 19 Umläufe der Sonne in Beziehung auf
den Mondsknoten eine Periode, welche um 10 St. 49 M.
42 S. größer ist, als 223 synodische Monate, dieser Unterschied ¬
häuft sich mit der Länge der Zeit an, und verändert ¬
die Ordnung der während einer dieser Perioden beobachteten ¬
Finsterniße. Schon die alten Astronomen bemerkten ¬
diese Wiederkehr der Finsterniße, und bedienten sich
obiger und anderer genauer zutreffender Perioden, um sie
vorherzusagen. Aber die Ungleichheiten der Bewegungen
der Sonne und des Monds müßen merkliche Unterschiede
hervorbringen, und was die Sonnenfinsterniße betrifft, so
kann nur von ihrer Wiederkehr für die ganze Erde, nicht
aber für einen bestimmten Ort die Rede seyn, weil im letzteren ¬
Fall ihre Möglichkeit auch noch von der Parallaxe,
mithin von der Höhe des Monds und der Sonne über dem
Horizont dieses Orts, oder von der Tageszeit abhängt.
§. 79. Die Mondsfinsterniße gehören zu denjenigen
Erscheinungen, durch deren Beobachtung man den Unterschied ¬
der Meridian zweyer Orte unmittelbar finden kann
(§. 46.). Der Anfang so wohl als das Ende derselben ereignen ¬
sich als Veränderungen, welche auf der Oberfläche
des Monds selbst vorgehen, für verschiedene Orte der Erde
in einerley Augenblick, aber die Beobachter zählen verschiedene ¬
Zeiten an ihren Uhren, wenn die Beobachtungsorte nicht
unter einerley Meridian liegen. Schon Ptolemäus macht
auf diese Unterschiede der Beobachtungszeiten aufmerksam
und bemerkt dabey, daß, weil man an den östlicher liegenden ¬
Orten in demselben Verhältniß mehr zähle als an den westlichen, ¬
in welchem die östlichen Entfernungen größer sind,
die Erde in der Richtung von Abend gegen Morgen gleich
stark gekrümmt seyn, und daher eine kugelförmige Oberfläche ¬
haben müße. Diese kugelförmige Gestalt der Erde haben ¬
auch die Astronomen aus der kreisförmigen Begränzung
des Schattens der Erde auf dem Mond geschlossen, welcher