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an bemerkbar, daß er vor dem Anfang und nach dem Ende
der eigentlichen Finsterniß die Flecken des Monds etwas
unkenntlich macht. Die nicht scharfe Begränzung des wahren ¬
Schattens kommt zum Theil von dem Halbschatten,
zum Theil von der Brechung der Sonnenstralen in der Atmosphäre ¬
der Erde her. Wegen dieser Brechung fallen auch
noch Sonnenstralen auf den beschatteten Theil des Monds,
so daß dieser nur sehr selten bey einer totalen Verfinsterung
ganz unsichtbar wird, und gewöhnlich, wenn er ganz in
dem Schatten der Erde sich befindet, wie eine hell- oder
dunkelrothe Scheibe erscheint. So lange der Mond nur
zum Theil verfinstert ist, scheint der Schatten, wahrscheinlich ¬
wegen des anliegenden stark von der Sonne beleuchteten ¬
Theils, schwärzer zu seyn.
Die Brechung der Lichtstralen vergrößert auch den scheinbaren ¬
Halbmesser des wahren Schattens, wozu noch der
Halbschatten, welcher in der Nähe des ersteren ziemlich dunkel ¬
seyn muß, etwas beytragen mag. Die Beobachtungen
zeigen, daß man zu dem nach der Regel des vorhergehenden
§. gefundenen Halbmesser des wahren Schattens den sechzigsten ¬
Theil des letztern, oder eben so viele Sekunden addiren ¬
müße, als er Minuten enthält, welches im Mittel
417 ausmacht.
Die Mondsfinsterniße theilt man ebenfalls in centrale,
totale und partiale ein, je nachdem zur Zeit der grösten
Verfinsterung die Mittelpunkte des Monds und des Erdschattens ¬
zusammenfallen, oder ihr Abstand kleiner oder
größer ist, als die Differenz ihrer Halbmesser. Die Größe
der Verfinsterung pflegt man in Zwölftheilen des Mondsdurchmessers ¬
anzugeben, die man auch hier Zolle nennt und
in 60 Minuten eintheilt. Die totale Verfinsterung betragt
also zwölf Zolle, zu welchen man aber noch die Anzahl Zolle
hinzufügt, um welche sich der Mond noch weiter, als bey dem
Anfang der totalen Verfinsterung in den Schatten einsenkt Die
Verfinsterung geschiehet an dem nördlichen oder südlichen Theil
des Monds, je nachdem seine Breite südlich oder nördlich ist.
§. 78. Ungeachtet die Gränzen der Möglichkeit der