Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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findet,  wenn  die  Sonne  180°  Grad  von  dem  Mond  absteht. ¬

In  den  übrigen  Stellungen  sehen  wir  auch  einen
Theil  der  dunkeln  Seite,  und  da  die  Lichtgränze  nicht  als
ein  Kreisbogen,  sondern  als  ein  an  den  Rändern  des  Monds
stärker  als  in  der  Mitte  gekrümmter  elliptischer  Bogen,  und
nur  in  den  Quadraturen  als  eine  gerade  Linie  erscheint,  so
muß  seine  uns  zugekehrte  Oberfläche  nahe  kugelförmig  seyn.
Unter  dieser  Voraussetzung  ist  die  Lichtgränze  ein  Kreis,
dessen  Ebene  auf  der  von  der  Sonne  nach  dem  Mittelpunkt
des  Monds  gezogenen  geraden  Linie  senkrecht  ist,  welcher
dem  auf  der  Erde  befindlichen  Beobachter  nur  zur  Zeit  des
Vollmonds,  wo  die  Gesichtslinie  ebenfalls  nahe  auf  der
Ebene  dieses  Kreises  senkrecht  steht,  als  ein  Kreis,  in  den
Quadraturen  als  eine  gerade  Linie,  und  in  den  übrigen  Lagen ¬
  des  Monds  als  eine  Ellipse  erscheint.  Es  sey  E  (Fig.
22.)  der  Mittelpunkt  der  Erde,;  2;  3;  4  die  Bahn  des
Monds  um  die  Erde,  welche  mit  der  Sonne  S  beynahe  in
einer  Ebene  liegt.  Die  Lichtgränze  ab  ist  ein  Kreis,  dessen
Ebene  auf  der  die  Mittelpunkte  der  Sonne  und  des  Monds
verbindenden  geraden  Linie  Se  senkrecht  ist,  und  ein  gröster
Kreis  cd  der  Mondskugel,  dessen  Ebene  auf  der  von  dem
Mittelpunkt  der  Erde  E  an  den  Mittelpunkt  e  des  Monds
gezogenen  geraden  Linie  senkrecht  steht,  wird  den  gegen  die
Erde  gekehrten  Theil  der  Oberfläche  des  Monds  von  dem
übrigen  trennen.  Befindet  sich  der  Mond  in  n.  1.  auf  der
geraden  Linie  zwischen  S  und  E;  so  wird  die  Nachtseite  des
Monds  ganz  gegen  die  Erde  gekehrt  seyn,  und  man  wird
vor  der  Sonne  eine  dunkle  Scheibe  erblicken,  welches  bey
einer  sogenannten  Sonnenfinsterniß  Statt  findet.  Hat
aber  der  Mond  zu  dieser  Zeit  eine  nördliche  oder  südliche
Breite,  welche  größer  ist,  als  die  Summe  der  scheinbaren
Halbmesser  der  Sonne  und  des  Monds;  so  wird  der  Mond
oberhalb  oder  unterhalb  der  Sonne  vorübergehen.  Steht
der  Mond  in  n  2.,  wo  die  Linien  Se,  Ee  am  Mittelpunkt
e  des  Monds  einen  rechten  Winkel  miteinander  machen;  so
fällt  die  Gesichtslinie  Ee  in  die  Ebene  der  Lichtgränze  ab,
diese  erscheint  also  als  ein  Durchmesser  des  Monds,  und  man
hat,  wenn  der  Mond  nach  der  Richtung  1;  2;  3;  4  um  die
            
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