Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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nahe  derselbe,  welchen  die  Sonne  ein  Vierteljahr  nachher
beschreibt,  im  letzten  Viertel  kommt  er  nahe  mit  demjenigen ¬
  überein,  welchen  die  Sonne  ein  Vierteljahr  vorher  beschrieben ¬
  hat.  Die  Bahn  des  Monds  kann  also  nicht  sehr
von  der  jährlichen  Bahn  der  Sonne  oder  der  Ekliptik  verschieden ¬
  seyn.  Eben  dieses  wird  man  auch  finden,  wenn
man  auf  diejenigen  Sterne  Achtung  giebt,  an  welchen  der
Mond  nach  und  nach  vorüber  geht,  oder  welche  er  bedeckt.
Sie  werden  sämmtlich  in  der  Nähe  der  Ekliptik  stehen.
Hienach  kann  man  durch  eine  ganz  einfache  Rechnung  die  Zeiten ¬
  des  Auf=  und  Untergangs  des  Monds  beyläufig  finden,
wenn  man  zuerst  die  Zeit  seines  Durchgangs  durch  den  Meridian, ¬
  hernach  seinen  halben  Tagbogen  mittelst  der  in  jedem ¬
  Kalender  stehenden  Länge  des  Tages  sucht,  welche  demjenigen ¬
  Punkt  der  Ekliptik  entspricht,  in  dessen  Nähe  sich
der  Mond  befindet.  Nun  geht  der  Neumond  mit  der  Sonne ¬
  zugleich  durch  den  Meridian,  und  in  einem  synodischen
Monat  ist  die  Anzahl  der  täglichen  Umläufe  des  Monds
um  eine  Einheit  kleiner  als  die  Anzahl  der  verfloßenen  Tage; ¬
  folglich  verhält  sich
tägl.  Uml.  Zeit  ):  mittl.  OT  —  29T.  12  St.  44/2½82:  28  T.  12  St.  44/2182,
woraus  sich  wie  im  §.  44.  der  Ueberschuß  der  täglichen  Umlaufszeit ¬
  des  Monds  über  einen  mittleren  Sonnentag  —  50
872  mittlerer  Sonnenzeit  ergiebt.  Mithin  geht  der
28
Mond  am  ersten  Tag  nach  dem  Neumond  um  0  U.  50
Min.,  am  zweyten  um  1  U.  41  M.  am  dritten  um  2  U.
31½  Min.  Nachmittags  u.  s.  w.  durch  den  Meridian.  Eben
so  kann  man  vom  ersten  Viertel,  dem  Vollmond  und  dem
letzten  Viertel  an  zählen,  wenn  man  statt  Mittag  beziehungsweise ¬
  6  Uhr  Ab.  Mitternacht,  und  6  U.  Morg.  setzt.  Da
ferner  der  Mond  in  ungefähr  29  ½  Tagen  einen  Umlauf  in
Beziehung  auf  die  Sonne  macht;  so  entfernt  er  sich  von
der  Sonne  in  5  Tagen  um  beyläufig  60  Grade,  welche  die
Sonne  in  zwey  Monaten  durchlauft.  Folglich  muß  man
für  jede  4  von  dem  Neumond  an  verfloßene  Tage  2  Monate ¬
  rechnen,  und  diese  Zeit  zu  der  des  Neumondes  hinzufügen, ¬
  um  die  Zeit  zu  erhalten,  da  die  Sonne  denselben
Weg  an  dem  Himmel  nimmt.  Man  nimmt  die  halbe  Ta¬
            
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