ein mechanisches Behaltnifs für die Eier sein. Diese
Behauptung rechtfertiget sich durch die Homogeneität ¬
mit den Eiergängen der Vögel; in beiden wird Eiweiss ¬
abgesetzt, von dem besonders die der Frösche
zur Zeit der Brunst strotzend angefüllt sind, ja ihre
Substanz selbst, ihre Wände sind nur ein verhärtetes
Eiweifs; diese Trompeten sind mittels einer Haut wie
die Därme durch das Gekrös befestigt, und erhalten dadurch ¬
viele Gefasse. Es sind daher alle Bedingnisse
wie im Vogel und im Saugthiere gegeben zur Hervorbringung ¬
der graafischen Blaschen, der Narbe des
Dotters.
Bei den Schuppenfischen scheint sich die Narbe
allerdings erst aufser dem Leibe auszubilden. Da sie
eigentlich aus nichts besteht, als aus einem consistentern ¬
Eiweisse, so ist es nicht widersprechend, wenn
sie erst zur Vollkommenheit gelangt bei der Veränderung, ¬
welche der Rogen, schon ins Wasser gegeben
und vom männlichen Samien bespritzt, erleidet. Wie
im Frosche nemlich der Dotter schon im Eiergange
voluminös von dem Eiweifse umgeben wird, und sich
im Wasser nicht mehr so beträchtlich vergröfsert, so
erscheinen die Fischeier anfangs ganz klein, und werden ¬
erst in der Folge von einem ausgedehntern Eiweisse ¬
umhüllt. Es ist natürlich, dafs auch bei dieser
Vergröfserung die Narbe frei hervorbricht, und vom
Samen befeuchtet, sich ferner entwickelt.
Die Knorbelfische, bei denen eine innige Vermischung ¬
der Geschlechter vorgeht, schliefsen sich an
die sich eben so begattenden Amphibien, an die
Schlangen, Eidechsen, Krokodile, und Schildkröten