Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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über  still  schweigt,  ein  oder  mehre  Bläschen  ab,
vereinigen  sich  mit  dem  durch  peristaltische  Bewegung ¬
  in  den  Uterus  gebrachten  Samen,  bilden  befruchtete ¬
  Narben,  kleben  der  Wand  oder  den  Zellen
des  Uterus  auch  ohne  alle  Gefafsverbindung  an,  vergröfsern ¬
  sich  ebenfalls  durch  den  Zuflufs  der  Nahrung ¬
  im  Eiweifse,  und  vereinigen  sich  erst  später  mit
dem  Dottergang  in  derselben  Bedeutung,  wie  der  Embryo ¬
  des  Saugthieres  anfangt,  durch  die  Zotten  des
Chorions  vom  Uterus  ernährt  zu  werden,  nachdem
er  auch  lange  vorher  im  blofsen  Eiweisse  geschwommen. ¬
  Diese  Erklärungsart  steht  um  so  fester,  da  sie
nicht  nur  nicht  die  geringste  Schwierigkeit  in  der
Entstehung  des  Eies  selbst  zurücklafst,  sondern  auch
die  durchgängige  Gleichheit  des  Zeugungsgeschäftes
der  eierlegenden  Thiere  mit  dem  der  Lebendige  gebarenden ¬
  behauptet,  und  klar  auseinander  setzt;  diese
Methode  des  Erblickers  des  Allen  in  Einem  ist  die
wahrhaft  mathematische,  und  allein  fähig  von  Gewifsheit -
  zu  reden.
Was  ich  hier  von  den  Vögeln  niedergelegt  habe,
mufs  von  allen  eierlegenden  Thieren  wahr  sein,  doch
mit  dem  Unterschiede,  dafs  in  den  folgenden  der
Blaschenstock  und  Uterus  immer  mehr  in  einander,
übergehen,  bis  sie  endlich  in  den  Fischen  ganz  Eins
werden,  und  es  daher  schwer  zu  bestimmen  ist,  wo
eigentlich  die  Narbe  erzeugt,  wo  sie  mit  dem  Dotter
verbunden  werde.
Gewifs  ist  es,  dass  am  Eierstocke  oder  vielmehr
der  Dottertraube  aller  Thiere  nirgends  eine  Narbe
vorkommen  könne,  so  hartnáckig  es  auch  Spallanzani
            
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