Objekt : ¬Die Stadtrechte von Eisenach, Gotha und Waltershausen

Stadtrechte  von  Gotha  und  Waltershausen
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andirswo,  in  keyn  wys,  ane  alle  geverde.  Unde  auch  ab  solicher
gute  obgenant  ichte  uß  der  stad  kommen  wurden,  von  was  sachen
sich  das  machte,  daz  sal  unser  stad  unde  burgere  zu  Gotha  an
iren  rechten  unde  geschosse  nicht  hindern  nach  beschedigen,  sundern
man  sal  dieselbin  gutere  glichewol  vorschossen  unde  vorstehen  in
der  stad,  als  vorgerurt  unde  geschriben  steet,  ane  geverde.  Gliecher
s,  was  auch  itzund  zu  dieser  ziet  gutere  ußwendig  der  stad  ge
legen  sind  unde  in  ire  geschosse  nicht  gehoren,  wie  dy  namen
habin,  dy  sollen  auch  furdermer  mit  dem  geschosse  in  die  stad
nicht  kommen  in  keyn  wys.  Were  auch,  ab  solicher  gute  ichte  her
nach  in  die  stad  quemen,  von  was  sachen  sich  daz  machte,  das
sal  unsern  dorfschaften  an  iren  rechten  unde  geschosse  nicht  hindern
noch  beschedigen;  sundern  sie  sollin  hieruß  blieben  in  den  dorfern
unde  gerichten,  dahin  sie  itzunt  gehören,  da  man  sie  auch  gliecher
wys  vorschossen  und  vorstehen  sal  zu  allem  rechten,  als  gewonlichin ¬
  ist  und  nergen  anderswo,  nach  ußsatze  unser  dorfschafte,  da
sie  hien  gehoren,  wo  dy  gelegin  sind,  auch  ane  geverde.  Auch  sal
dießer  brief  in  allen  sinen  stücken  unde  artickeln  ganz  unschede
lichin  sin  allen  andern  gnaden  unde  brieven,  die  unser  stad  unde
burgere  zu  Gotha  vor  von  unsern  eldern  seligen  unde  uns  erworben
habin  .  ...  gegebin  .  .  Keffernberg,  nach  Cristi  geburte  vierzenhundert -
  iar  und  darnach  in  dem  einundezwenzigesten  iare,  am
suntage  zu  Mittefastin,  als  man  .  .  .  singet  Letare  Iherusalem.
Käfernburg,  1421  März  12.
20.  Biermeilenprivileg  für  Gotha.
Abschr.  Anf.  XVI.  Jh.  Gotha  HuStA.  St.  Gotha  No.  88,  S.  2—5  (A).  c.  1700
Gotha  Stadtarchiv  Cop.  I,  Bl.  7  (B).
Wir  Friderich,  vonn  gots  gnaden  landtgrave  inn  Dhuringen
marggrave  zu  Meyssen  und  pfalzgrave  zu  Sachssen  der  iunger,
bekennen  und  thun  kundt  offentlichen  mit  diesem  briefe  vor  uns
und  unser  erben,  das  wir  unser  stadt  und  burgern  gemeinlichen
zu  Gotha  umb  sunderlicher  besserung  willen  derselben  unser  stadt
die  bsundern  gnade  und  freyheit  gethan  und  gegeben  haben,  thun
und  geben  auch  geinwertiglichen  inn  diesem  selben  briefe  alßo,  daß
man  furbaß  mehr  keine  frembde  bier  nicht  keufen,  schenken  noch
verkeufen  sol  inn  keine  weis  in  allen  unsern  dorfern  eyne  meyle
wegks  ferne  umb  die  statt  gelegen,  und  wir  heyssen  und  gepieten
ernstlich  bey  unsern  hulden  eynem  itzlichen  unserm  amptman  zu
Gotha  und  Tennenburgk,  die  itzundt  alda  unsere  amptleute  seint
adder  in  zukunftigen  zeiten  da  seyn  werden,  das  ir  aller  krezschmann ¬
  und  schenkheusern  in  euern  pflegen  bynnen  eyner  meyle
wegks  umb  die  statt  Gotha  gelegen,  die  von  alter  nicht  gewest
seint  und  geschenkt  haben  inn  kuntlicher  wissenschaft,  von  stund
an  abtuhet  und  inen  allerley  schenken  nydderlegt  und  bey  der  pues
vorbittet  und  mit  den  andern  allen,  die  von  alder  bißher  bynnen
            
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