Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

79
eine  Trompete  unterbunden,  so  könnte  es  nicht  anders
erklart  werden,  als  dass  es  einer  der  Falle  war,  wo  der
Samen  durch  irgend  einen  Fehler  in  die  Trompete
selbst  getrieben  wurde.
Wenn  bewiesener  Masen  der  Samen  in  den  Fröschen, ¬
  Laubfröschen,  Kröten,  Salamandern,  Schuppenfischen, ¬
  Sepien  sich  augenscheinlich  mit  den  Eiern
vereinigt,  und  vereinigen  mufs,  wenn  sie  fruchtbar
sein  sollen,  wenn  der  Samen  bei  den  Saugthieren  und
bei  Menschen  sich  mit  den  Bläschen  vereinigt,  und
vereinigen  muss,  wenn  Empfangnifs  möglich  sein  soll;
so  muss  er  auch  im  Vogel  und  im.  Knorpelfische  sich
mit  der  Cicatricula,  in  den  Schnecken,  Insecten  und
Würmern  sich  mit  den  Eiern  verhinden,  wenn  eine
Begattung,  vorgeht,  und  sie  fruchtbar  fsein  soll.
Wie  im  Saugthiere  der  Samen  nur  in  den  Uterus
kömmt,  und  das  Blaschen  ihm  durch  die  Trompeten
entgegengetrieben  werden  mufs,  wie  die  Eier  des  Frosches, ¬
  des  Salamanders  und  der  Schuppenfische  dem
Samen  nicht  nur  durch  die,  bei  den  Fröschen  zwei  Fufs
langen  Eiergängen,  sondern  durch  den  Reitz  der  Brust
und  zum  Theil  auch  der  Gegenwart  des  Mannchens  geweckt, ¬
  aufserhalb  des  Leibs  entgegengetrieben  werden
müfsen,  so  behaupte  ich,  müssen  auch  die  Eier  der
Vögel,  oder  vielmehr  ihr  Graafisches  Blaschen,  die  der
Knorpelfische,  Schnecken,  Insecten,  Würme,  kurz
alles,  was  sich  thierisch  begattet,  dem  männlichen  Samen ¬
  entgegenkommen.
Im  Vogel  wird  der  Samen  nicht  etwa  nicht  darum
zu  dem  Eierstocke  oder  der  Dottertraube  kommen,  weil
kein  Weg  durch  den  Eiergang  dahin  führt,  wie  Aqua¬
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer