Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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derben  t),  es  ist  bekannt,  und  schon  Aristoteles  u)
wuſste  es,  dass  bei  verstopftem  Muttermunde,  sogar
wenn  der  Uterus  nur  schief  steht,  oder  die  Ruthe  wegen -
  verhaltnifsloser  Länge  neben  dem  Munde,hinaufreicht, ¬
  durch  welches  alles  die  Einspritzung  des  Samens
gehindert  ist,  keine  Befruchtung  erfolge,  auch  nicht
wenn  vor  der  Begattung  die  Trompeten  in  Hunden,
Kaninchen,  wie  es  Harvey,  Haighton,  und  andere  bewiesen, ¬
  unterbunden  worden,  welches  doch  alles  keine
Hindernisse  sein  könnten,  wenn  der  Samen  durch
einen  blossen  Reitz  das  Blaschen  zur  Entwicklung
brächte  —  in  diesem  Falle  ware  ein  Conceptus  abdominalis ¬
  möglich.  Nucks  Versuch,  in  welchem  er  nicht
eine  Trompete,  wie  so  viele  andere  nachschreiben,
sondern  das  Mutterhorn  v)  einer  vor  drei  Tagen
belaufenen  Hündinn  unterband,  und  darauf  Fôtus  zwischen ¬
  der  Unterbindung  und  dem  Bläschenstocke  fand,
spricht  ganz  für  unsern  Satz,  hatte  er  aber  wirklich
t).  Er  zog  dem  männlichen  Frosche  Hosen  an,  worauf  dieser
das  Weibchen  umklammerte,  der  Samen  wurde  als  ein
Tropfen  in  den  Hosen  gefunden,  und  die  Eier  faulten.
a)  Bibiothek  der  alten  Aerzte  übers.  v.  Grüner  1782.  Thl.  II.
Arist.  Hist.  animal,  L.  X.  c.  2.  Die  Mutter  muss  grade
sein,  sonst  nimmt  sie  den  Samen  nicht  auf  —  der  Muttermund ¬
  muss  gehörig  offen  sein.  C.  2.  Wenn  Verhärtungen
um  den  Muttermund  sitzen,  und  derselbe  stark  schwäret,
so  hindert  dieses  die  Empfangnifs.
»)  Adenoyraphia  cur.  et  uteri  feminei  anat.  nova  p.  69.  Ex
traxi  in  çane  femina  per  vulnus  sinistri  Lateris  cornu,
inter  ovarium  et  vaginam,  medio  loco,  ligatura  arctiore
constrictum,  reposui.  Die  21  canem  secui  et  cornu  sinistri ¬
  partem  ligaturam  inter  et  ovarium  duplici  obsessam
fötu  —  deprehendi.  Wenigstens  beweifet  dieser  gegen
Naboths  Eier,
            
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