Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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zu  von  einer  andern  durch  den  sogenannten  Liebespfeil
nöthig  habe:  Eben  so  soll  es  sich  bei  der  Aplysia  depilans ¬
  verhalten:  Uebrigens  weifs  man  noch,  dafs  die
Chonchiferen  theils  ihre  Eier  legen,  theils  schon  ausgebrütet ¬
  zur  Welt  bringen,  wahrlich  wenig  zur  Lösung
der  Frage,  ob  der  Samen  sich  mit  den  Eiern  wirklich
verbinde.
Nur  von  dem  einzigen  Geschlechte  der  Sepien
weifs  man  ganz  bestimmt,  dass  sie  getrennten  Geschlechtes ¬
  sind,  und  dafs  sie  Klumpen  von  Eiern  legen,  die
man  lange  für  eine  eigne  Gattung  von  Mollusken  ansah,
welchen  Irrthum  Jonston  e)  und  endlich  Bohadsch  f)
zur  Gnüge  aufdeckte.  Der  männliche  Samen  dieser
Thiere  zeigt  die  sonderbarsten  Eigenheiten,  über  deren
Bedeutung  man  noch  immer  in  Zweifel  ist.  Er  enthält
nemlich  nach  Swammerdams  g)  Entdeckung,  was  sodann
öfters  bestättigt  wurde,  eine  Menge  vön  Röhrchen,  die
nach  seiner  Aussonderung  im  Wasser  aufspringen,  und
eine  bewegende  Faser  wie  ein  Würmchen  von  sich  geben. ¬
  Blumenbach  nennt  diese  Röhrchen  Samenbehälter, ¬
  die  mit  dem  Samen  selbst  ausgestofsen,  auf  die
von  dem  Weibchen  in  das  Wasser  gelassenen  sehr
grossen  Eier  gebracht  werden,
Auch  die  Einrichtung  der  Geschlechtstheile  der
Vögel  sind  der  Vereinigung  des  Sainens  mit  dem  Ei
ungünstig.  Der  weite  lange  und  gewundene,  aufser
allem  Verhältnisse  mit  der  Ruthe  stehende  Eiergang
scheint  nicht  geeignet  zu  sein,  eine  so  geringe  Menge
e)  Hist,  nat.  de  aquatil.
f)  De  animal.  marin.  —  Loliginis  ova.
g)  Bibel  der  Natur.  S.  353.
            
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