Metadaten : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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lich  auf  irgend  eine  Art  zur  Befrnchtung  materialiter
verwendet  werde.
Ueber  die  Fortpflanzungsweise  der  Seeschnecken
herrscht  ein  tiefes  Stillschweigen.  Adanson,  Lister,
Argenville,  und  einige  andere  sprechen  zwar  von
Zwittern,  und  von  getrennten  Geschlechtern,  unter
denen  man  sogar  die  Mannchen  nicht  blofs  durch  eine
Art  von  Ruthe,  die  bisweilen  an  der  Seite  des  Halses
heraushängt,  von  den  Weibchen  unterscheiden  könne,
sondern  selbst  durch  Zeichen  an  der  Schale,  ja  Peyer
behauptet  sogar,  die  Vulva  der  Schnecken  verlängere
sich  wie  eine  männliche  Ruthe  d),  woher  die  Tauschung
von  Zwittern  komme,  aber  etwas  näheres  erfahren  wir
nicht  von  ihnen,  aufser  dass  hie  und  da  aus  der  Afterröhre ¬
  mehrer  dieser  Thiere  Körnchen  hervorkommen,
die  unter  dem  Mikroscop  sich  als  wahre  ausgebildete
Schneckchen  schon  mit  der  Schale  zeigen,  wofür  Adanson, ¬
  Lister,  Swammerdam,  Rösel  bürgen.  Ueber,  die
Landschnecke  hat  Swammerdam  und  Lister  die  ersten,
und  man  darf  es  wohl  sagen,  auch  die  letzten  Untersuchungen ¬
  bekannt  gemacht.  Sie  anatomirten  sie,  fanden ¬
  Ruthe  und  Scheide  an  der  rechten  Seite  des  Halses,
beobachteten  sie  in  der  Begattung  selbst,  und  erklärten
sie  für  Zwitter,  doch  so,  dass  nicht  ein  Individium  sich
selbst,  sondern  nur  zwei  sich  wechselseitig  befruchten
können.  Mit  dieser  Aussage  begnügte  man  sich  bis  auf
diese  Zeiten,  ohne  die  grofsen  Entdeckungen  dieser
Männer  zu  erweitern,  wenn  man  nicht  etwa  die  Vermuthung ¬
  hieher  rechnen  will,  dass  sich  doch  jede
Schnecke  selbst  befruchte,  und  nur  der  Anreitzung  dad) ¬
  Jac.  Harderi  Anat,  cochleae  —  Epist.  Peyeri  ad  Harderum.
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