Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

schlechtsfunction  gekommen,  lebt  fort,  bis  es  sich  ebenfalls ¬
  seiner  Zeugungsstoffe,  der  Eier  entledigt,  und
folgt  nun  seinem  Männchen  in  die  Vernichtung  nach.
Ob  der  Samen  unmittelbar  zu  den  Eiern  gelange,
haben  die  vielen  Beobachtungen  der  obengenannten
Männer  nie  zur  Gewissheit  bringen  können;  die  Verwicklung ¬
  der  Gefäfse  aber,  die  Menge  der  Eier  etc.
schienen  eine  solche  specielle  Vereinigung  zu  hindern,
daher  ersann  man  vielerlei  Erklärungsarten,  die  noch
später  vorkommen  werden,  Malpighi  aber  behauptete
bei  Gelegenheit  seiner  Untersuchungen  über  den  Seidenwurm ¬
  c),  der  männliche  Samen  werde  von  einem
Beutel  an  der  Seite  der  Mutterscheide  aufgenommen,
wo  er  sich  Theilweise  mit  den  unter  dem  Legen  an  ihm
vorbeigehenden  Eiern  verbinde,  und  sie  so  befruchte.
Andere  wollen  diesen  Beutel  nur  als  ein  Schleimbehaltnifs ¬
  gelten  lassen,  aus  dem  die  Eier  ihren  Kütt  erhalten, ¬
  wodurch  sie  an  Zweige  Grashalme  angeklebt
werden.
Weit  wird  Malpighis  Meinung  von  der  Wahrheit
nicht  entfernt  sein,  wir  werden  wieder  darauf  kommen,
wo  von  der  Begattung  des  Vogels  zu  reden  ist.  Es  ist
nicht  zu,  laugnen,  dafs  die  Art,  wie  der  Samen  sich  mit
den  Eiern  vereinige,  noch  im  Dunkel  liegt,  aber  gewifs ¬
  ist  doch,  daßs  eine  verhaltnismässige  zu  andern
Thieren  excessive  Menge  Samens  in  die  weiblichen  Geschlechtstheile ¬
  gelange,  der  wegen  der  lange  anhaltenden ¬
  Begattung  nicht  wieder  ausfliessen  kann,  und  folgc) ¬
  De  bombyce,  und  Opera  posthuma  in  dem  Briefe  an  Bonfilioli. ¬

            
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