schen die Maschen der Organe tritt, und sie so mechanisch ¬
ausdehnt.
Aber wie können die Organe, welche alle miteinander ¬
kaum den millionten Theil eines Punctes betragen ¬
müssten, sich zu einer so fürchterlichen Gröfse
ausdehnen lassen, als das erwachsene Thier in Bezug
auf sie erreicht, ohne das mütterliche Blut selbst in
die Kette der Maschen aufzunehmen, wobei das Wenige, ¬
was der Keim enthielt, nicht mehr in Rechnung
kömmt, und der ganze Fötus aus lauter zwischen ¬
den Maschen zu Organen angeschossenem ¬
Blute besteht? Wo ist nun Analysis eines
Keimes, wenn das Wachsen aus dem Erstarren des
Blutes, aus Synthesis, aus nichts, als zwischen die
Maschen Gesetztem besteht?
Was Bonnet vorzüglich für diese Theorie gewann,
war seine Entdeckung über die Blattläuse (Aphis t),
die sich nach einer einzigen Begattung bis zur zehnten ¬
Generation ohne wiederholte Verbindung der Geschlechter ¬
fortpflanzten, woraus er natürlich schlofs,
dafs wenigstens zehen Keime im ersten Weibchen in
einander eingeschachtelt lagen, die sich nach und nach
entwickelten, und geboren wurden; wenn dieses hier
so geschah, warum sollte es auch bei den übrigen
Thieren nicht der Fall sein? Wenn der Floh aus
dem Unrathe entsteht, so schlossen die Alten, warum
soilten nicht auch die schottischen Enten (Bernicka)
aus den faulenden Muscheln entstehén? woran schon
Kircherus widerlegte.
t) Traité, d'Insectologie der ganze erste Band.