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Wie dringen die Eier in das Hirn, wie in die Leber
der Schafe? Man sagt, durch den allgemeinen Kreislauf, ¬
aus dem sie an der ihrer Entwicklung günstigen
Stelle abgesetzt werden: Aber warum hat das Kind die
Würme des Vaters und der Mutter nicht, die hingegen ¬
wieder bei dem Enkel hervorkommen? Sollten
die Eier durch mehre Generationen im Blute umhergeschwommen ¬
sein ohne Zersetzung, um sich in der Leber ¬
des spätern Enkels ausbrüten zu lassen? Ist die
Leber des Vaters nicht auch Leber, wie die seines
Sohnes? Doch wollte man auch diese riesenhafte Hypothese ¬
gestatten, wie bringt man die Eier in die Blase ¬
der Blasenwürme, in denen man keine Spur von
Geschlechts - Organen entdeckt? Ich will nichts von
den Vogeleiern sagen, damit man nicht auch die
Wurmeier schon zuvor in den Dotter lege. Auch finden ¬
sich in den Insectenlarven Würme, wie eine Art
Filaria 1), die in dem ausgewachsenen Insecte nicht
vorkommen, wie konnten sie alse forterben ?
Eben so hat man die Finne (Cysticercus finna Zed.)
angeführt, die nur im zahmen Schweine, nicht im
wilden wohnt, als Beleg, dafs sie erst bei der Ausartung ¬
entstanden, und wie sich Blumenbach m) ausdrückt, ¬
nacherschaffen ist. Was endlich die Unbe
greiflichkeit ganz vollendet. so giebt es ja Lebendige
gebärende Würme, wie der Pfriemenschwanz (Ascar.
Vermic.), in dem Göze n), und der Kappenwurm (Cucullanus -
elegans), in dem Rudolphi o) unzahlige Junge
1) Cuvier Tableaux de l'histoire natur.
m) Handbuch der Naturgeschichte: fünfte Auflage. S. 416.
n) Versuch einer Naturgesch, der Eingeweidw. S. 108.
o) a. a. O. St. II. S. 33.