Das Fleisch wird nach einiger Zeit in Infusorien
verwandelt — wie muss dieses nach obigem Satze erklärt ¬
werden? Dass die Thierchen nicht aus unorganischen ¬
Stoffen entstehen, ist hinlänglich bewiesen,
und doch entstehen sie hier, ohne aus Eiern zu kommen, ¬
ohne durch Kochen vertilgt zu werden, und
zwar mit Verschwindung des Fleisches; es folgt also
nothwendig, dafs diefes aus jenen Geschöpfen besteht,
dafs das Fleisch durchgängig nichts anderes ist, als
die Verbindung der Millionen Infusorien selbst, die
bei der Gährung aus dieser Verbindung treten, — oder
vielmehr, deren Lostrennung selbst als Gährung erscheint, ¬
— und von nun an ein eignes für sich bestehendes ¬
Leben bilden. Die Gährung ist kein chymischer, ¬
sondern ein organischer Procefs, nur mit
umgekehrter Richtung — eine wahre Entwicklung,
Entzeugung, Katagenesis.
Die Entstehung der Infusorien ist also kein Entwickeln ¬
derselben aus Eiern, sondern ein Freiwerden
aus den Fesseln des grössern Thiers, ein Zerfallen
des Thiers in seine Bestandthiere. Sie sind
nicht Resultat der Verbindung roher todter Stoffe,
die nie, unter welchen Formen sie auch sich vereinigen ¬
mögen, ein organisches Leben in sich hervorbringen ¬
könnten. Aus dem absoluten Tode wird nie
Leben geboren!
Nach unserer Ansicht nimmt die Generatio aequivoca ¬
eine andre Wendung, sie verliert die gehässige
Bedeutung, die die Menschheit gleich einer heftigen
Ahnung des Wahren, zu allen Zeiten empörte, und
geht in die über, welche allen Zwift, wenn er immer
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