Metadaten : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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nifs  organischer  Körper  tauglich  bewies  zur  Entstehung ¬
  der  Infusorien.  Und  wo  sind  Wahrnehmungen, ¬
  dass  irgendwo  und  wann  Wasser  oder  Erde,
oder  was  immer  dergleichen  sich  in  ein  Thierchen
verwandelt  habe?  stellt  reines,  ganz  reines  Wasser
bedeckt  Jahrelange  hin,  nichts  Lebendiges  wird  sich
zeigen;  von  Priestleys  grüner  Materie  kann  hierüber ¬
  die  Rede  nicht  sein,  da  begreiflich  bei  der  Destillation ¬
  des  Wassers  die  Infusorien  mit  hinüber  getrieben -
  werden,  aber  doch  setzen  sie  sich  häufiger,
je  mehr  Pflanzenstoffe  zuvor  darin  eingeweicht  waren.
Stofst  lautere  Steine  zu  Staub,  beseuchtet  ihn  mit  Wasser, ¬
  ihr  werdet  vergehn,  und  eure  Enkel  werden  vergehn, ¬
  ohne  die  Freude  zu  geniessen,  dem  Staube  Leben -
  gegeben  zu  haben.
Aber  Fleisch,  das  für  das  Thier,  von  dem  es  genommen -
  wurde,  todt,  das  gekocht  ist,  gährt,  und  aus
oder  vielmehr  mit  der  Gährung  entstehen  Millionen
Geschöpfe.  Diese  unbestreitbare  Erfahrung,  die  durch
das  Obige  gnugsam  erhärtet  ist,  wird  sogleich  ihre  Auflösung -
  finden.
Eine  unmittelbare  Folge  unsers  Grundsatzes  ist
der  Satz,  da  er  eine  blosse  Inversion  jenes  ist:  Wenn
kein  Organismus  aus  einem  Nichtorganischen ¬
  entsteht,  so  mufs  jeder  Organismus,
wenn  einer  entsteht,  aus  einem  Organischen ¬
  selbst  entstehen.
Dieser  Satz,  der  so  sehr  mit  der  Generatio  aequivoca ¬
  zu  streiten  scheint,  ist  es  grade,  zu  dem  wir  aus
jener  unsre  Belege  nehmen.
            
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