thierisches Wesen aus der Gährung oder gar dem
Staube und Wasser entstehbar anzunehmen.
Wer kennt nicht nebst den schon angeführten Versuchen ¬
die Genauigkeit eines Redi, den frommen Eifer ¬
Swammerdams gegen diese unselige Meinung,
wem tönt nicht der Aufruf Harveys, omne vivum ex
ovo!? Doch Redi mochte noch so augenscheinlich
darthun, dafs in dem durch feine Netze bedeckten
Fleische keine Würme entstehen; was niemand mehr
behauptet, Swammerdam noch so fleissig das Geheimnifs -
enthüllen, wie die Eier der Würmchen, besonders ¬
in den Auswüchsen und Rostflecken der Blätter ¬
der Pflanzen von Mücken dahin gebracht werden,
Bonnet die Einschachtelung seiner Blattläuse bis auf
die zehnte Gebärung treiben, so konnte es doch nicht
dahin gebracht werden, die mikroskopischen Versuche
Needhams, Leeuwenhoeks und sovieler anderer
gefahrlos für die Erzeugung aus Eiern oder Keimen
zu machen. „Es existirt kein einziger probhaltiger
Beweis gegen die Möglichkeit einer Generatio aequivoca, ¬
das einfachste Factum — das nicht erklart wird
durch die willkürliche Annahme nie gesehener Keime
— spricht offenbar für eine solche Entstehung, und
es ist Zeit, dafs dieser Gegenstand, der so lange geruht ¬
hat, ohne dafs man ihn im geringsten für ausgemacht ¬
erklären kann, wieder unter den Naturforschern ¬
zur Sprache kömmt.“ e).
Die
e) Steffens in seinen Beyträgen z. innern N. d. E. S. 280.