Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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hung  der  niedersten  lebenden  Geschöpfe  aus  Eiern
läugnet.
Mit  diesem  Läugnen  nehme  ich  nothwendig  die
Verbindlichkeit  auf  mich,  zu  erklären,  woher  denn
das  Thierische  in  der  Natur  seinen  Ursprung  ziehe.
Es  ist  ein  Satz  der  Philosophie,  der  seine  Evidenz
in  sich  trägt,  und  uns  zur  Basis  der  Auflösung  dieser
Frage  werden  muss,  namlich  der:  Nichts,  sei  es
Grösse  oder  Stoff,  kann  in  sein  absolut  Entgegengesetztes -
  übergehn.
Ich  könnte  diesen  Satz  gradezu  ganz  nackt  stehen
lassen,  da  er  durch  sich,  wie  der  erste  mathematische
Satz  klar  und  gewifs  ist;  doch  um  in  Zukunft  desto
unmittelbarern  Gebrauch  davon  machen  zu  können,
will  ich  ihm  einige  Erlauterungen  beilegen,  die  ihn
zugleich  in  die  materielle  Welt,  wo  er  für  diese  Abhandlung ¬
  zunächst  Bedeutung  erhält,  ühertragen.
Es  wird  wohl  Niemanden  Einfallen,  zu  behaupten, ¬
  dass  +  1  je  in  —  1  übergehen,  sich  in  jenes  umändern ¬
  könne,  noch  umgekehrt:  denn  eben  das  Wesen ¬
  des  +  1  besteht  darin,  dafs  es  ewig  +  1  und
nie  —  1  fei,  sein  Innerstes  ist  grade  diese  Unmöglichkeit, ¬
  sich  je  so  zu  verwandeln.  Läge  eine  solche  Umänderung ¬
  in  ihm  auch  nur  als  blosse  Möglichkeit,  so
wäre  sein  Charakter  der  Positivität  ganz  vernichtet,  es
wäre  ein  Zwitter,  von  dem  man  nie  wissen  könnte,
ob  er  heute  oder  morgen  den  Mann  oder  das  Weib
herauskehre;  ein  solcher  Zwitter  hätte  daher  nichts,
das  ihm  so  entgegengesetzt  wäre,  wie  sich  +  und:
ohne  alle  Verunreinigung  sind.  Zwar  entsteht  aus  der
Multiplication  des  mit  dem  —  ein  +,  aber  ist
            
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