nahm, da ohne Luft keine Faulnifs erfolgt, und nach
Wrisbergs Versuchen, und selbst aus der blossen
Analogie anderer Organismen zur Entwicklung des
Lebens atmosphärische Luft erfodert wird, welche
durch das Kochen sicher zersetzt wurde; so lange das
Fleisch nicht faulen kann, können auch keine Infusorien ¬
entstehen, wer mir aber faules Fleisch zeigt, ohne ¬
Infusorien, wie es Pearson gefunden haben will,
aber sehr naiv hinzusetzt, „sie zeigen sich nur, wenn
Gestank vorhergeht“, a) dem reiche ich die Hand,
und erkläre meine Worte für vergeblichen Irrthum.
Bringen wir noch die Entstehungsart de Polypen,
über welche bei den Naturforschern nur Eine Stimme ¬
ist, hinzu, so spricht die offenbare Thatsache für
die Palschheit ihrer Fortpflanzung durch Eier. Wer
weifs nicht, dafs ein Polyp sich trennt, und jedes
Stück für sich fortlebt, dafs er an jeder beliebigen
Stelle, und so oft man will, zerschnitten, zu eben so
vielen neuen ganzen Thieren wird, dafs zwei mit
einander so zu Einem verwachsen, dass nicht der geringste ¬
Unterschied zwischen diesem und einem einfachen ¬
zu finden ist? Hier sind aus Einem viele, und
aus vielen Einer geworden, ohne alle Vermittlung der
Begattung, gerade wie wir es bei den Infusorien
fanden. b).
a) Edinburger medicinische Commentarien übers. B. II.
St. 2 S. 44. Diss. physica de pucredine animal: meistens ¬
nur in chymischer Hinsicht.
5) Trembley Histoire des Polypes, und besonders in seinen ¬
verschiedenen Memoirs, etc.