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Wir wiederholen noch einmal die bei der Zeugung
statt habenden Momente: Zuerst Friction, darauf Oeffnen ¬
des Muttermundes, Ausfliefsen des Bärmüttersaftes, ¬
dann Einfliessen des Zeugungssaftes, der im Uterus ¬
bleibt, hierauf schwellen ein oder oft zwei auch
mehre Blaschen an, die Fransen der Trompeten legen ¬
sich um den Bläschenstock, das oder die Bläschen
lösen sich ab, ihr Innhalt wird durch peristaltische Bewegung ¬
der Tuben in den Uterus gebracht, und hier
mit den Samen vereinigt.
In dem Augenblicke der Verbindung des Samens
mit dem Blaschenstoffe treten die Urthierchen des Samens ¬
durch die Kraft des Blaschens zusammen, und es
entsteht mit Einem Schlage die Zeichnung des Thiers,
das aber des Flüfsigseins wegen unsichtbar bleibt, eben
daher aber, so wie ein Organ undurchsichtig wird, es
nicht nach und nach gebildet zu werden, sondern schon
präformirt zu sein scheint; wie es Malpighi, Harvey
und besonders Haller im Jungen des Hühnereies sahen,
wo ein Organ z. B. die Lunge, Leber nicht von einem
kleinen Puncte an sich vergröfserte, wie es doch gemäfs
ihrer Theorie sich zeigen müsste, wenn ein Keim allmalich -
zum Fötus heranwüchse, sondern auf einmal
schon grofs zum Vorscheine kam, daher kömmt auch
die Beobachtung, worauf alle Evolutionisten zurückkommen, -
dafs man ja ganz augenscheinlich ohne Mikroskop ¬
die junge Pflanze im Samen, und mit demselben ¬
den Fötus in der Cicatricula sehe, wobei sie doch
überlegen mögen, dass ja alle diese Eier schon befruch
tet sind.
Aus dem Chorion des isolirten Embryo verlängern
sich dann die Zotten zu dem Uterus, wodurch er aus
seiner galvanischen Welt in die der Pflanze eintritt,
tet sie nicht — und der Samen geht nicht durch die Trompeten, ¬
und das Bläschen löst sich nicht schon im Beischlafe ¬
ab.