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Bläschenstöcke und Blaschen schwellen an, die Fransen ¬
der ersten umfassen die Stöcke, und nehmen das
Blaschen auf, welches nun durch peristaltische Bewegung ¬
in den Uterus gebracht, und da mit dem Samen
vereinigt wird; alles Vorgange, die nicht in die Zeit
der Begattung selbst fallen, wie ein Heer von Schriftstellern ¬
behauptet, aber durch die vollständigsten Versuche ¬
widerlegt sind.
Dass der Samen diese Wirkungen hervorzubringen
im Stande sei, ohne in die ganze Blutmasse überzugehen, ¬
ist wohl bewiesen durch die Wirkungen, die er
im Manne sicher nicht durch Aufsaugung. sondern durch
blosse Nervenaffection, was das willkürliche hervorrufen ¬
des Geschlechtstriebes durch Phantasie allein darthut, ¬
hervorbringt, wenn er sich bis zur Entleerung
gesammelt hat — was soll er daher im Weibe, in dem
eigentlichen Zunder für dieses Feuer thun? Und wenn
das Blaschen sich nicht durch den gegenwärtigen Reitz
des Samens im Uterus, sondern durch die Friction oder
Phantasie losrisse, mülsten nicht die Trompeten sich
schon während des Beischlafes um die Bläschenstöcke
legen? was erst nach einigen Tagen geschieht, wie es
Graaf, Haller, Haighton einstimmig bezeugen. Müfste
nicht jedes Weib nach etwa dreifsig Beiwolrnungen unfruchtbar ¬
sein? Da in jedem Stocke kaum funfzehn
Bläschen angetroffen werden, denen, einmal abgerissen,
keine andern mehr nachwachsen, was die an ihrer Stelle
erfolgenden Corpora lutea beweisen, welche nie im jung.
fräulichen Zustande vorhanden, mithin nicht durch
Nymphomanie oder einen andern Wollustsact, der die
Blaschen abrisse, hervorgebracht werden können.