Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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Haus  zu  suchen,  und  das  Alte  als  abgebraucht  zur  Lust
des  Unthierischen  versteinert  liegen  lässt.  Der  Mannssamen, ¬
  und  der  Weibssamen  (es  ist  aber  der  Weibssamen -
  nur  der  Saft,  der  in  den  Fötus  abgesetzt,  wird;
vor  der  Schwangerschaft  sondert  das  Weib  keinen  Samen ¬
  ab)  treten  zusammen,  um  die  neue  Wohnung  zu
finden,  zu  der  auch  das  Weib  die  Materialien  liefert.
Hier  wird  wahr,  was  Stahl  so  schön  sagt;  die  Seele  baut
sich  ihren  Leib!
Wie  die  Zunge  der  Anfang  des  Ansetzens  der  Urthierchen ¬
  durch  die  Nahrung  ist,  so  sind  die  Genitalien ¬
  der  Anfang  des  Losreifsens  desselben  aus  dem  Leibe.
Der  Schmecksinn  beginnt  daher  in  der  Zunge  und  endet ¬
  in  den  Genitalien,  denn  beide  sind  synthetisches.
Daher  der  Consensus  der  Genitalien  mit  den  Geschmacksorganen, ¬
  daher  in  den  Schmecksinnthieren  (Amphibien)
die  monatlange  Wollust,  die  linqua  bifida  cum  genitalibus ¬
  binis.  Eben  daher  auch  der  Zusammenhang  der
Genitalien  mit  den  Harnwerkzeugen;  denn  was  ist  die
Harnbildung  als  der  umgekehrte  Process  des  Magens,
und  was  ist  der  Magen,  als  die  vorgebildete  Zunge,
der  Chymismus  des  Thieres?  Dieser  Chymisirungsprocess ¬
  (Salzbildung)  des  Blutes  durch  den  Magen,  wird
durch  die  Nieren  vernichtet,  und  ihr  Product  als  Harn
(gesalzenes  Wasser)  fortgeführt.  Die  Zunge  ist  die
Wache  des  Magens,  die  Harnwerkzeuge  der  umgekehrte
Magenprocess,  der  Ausgang  desselben;  die  Genitalien
der  umgekehrte  Process  der  Zunge  im  Thierischen,
Der  thierische  Leib  ist  nur  die  Schwelle  des  Ein-  und
Ausgehens  der  gesammten  Natur,  die  allein  in  ihm,
gleich
            
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