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ihre Geschlechtstheile schwellen an, aber sie werden
befriedigt, oder wenn dieses nicht geschieht, so sterben ¬
sie meistens. Da diese Nichtbefriedigung nur seltenen ¬
Individuen widerfährt, und nicht von Generation ¬
zu Generation im ganzen Geschlechte wie im
Menschen fortgefuhrt wird, daher ihre Gefäfse durch
öftere vergebliche Ausdehnungen noch nicht zum Blutabflusse ¬
gebracht sind; so ist es erklärlich, warum
dieser Fall in ihnen nicht eintritt, und warum einzelne ¬
Thiere eher an Entzundung sterben, als einem
Blutverluste unterliegen. Gerade daraus erwächst auch
der grosse Vortheil des Weibes vor den Thieren, dafs
es ohne Befriedigung dennoch lange gesund leben kann,
indem durch die Verminderung des Blutes die Begierde ¬
gestillt wird, was beim Thiere mangelt.
Dafs die Geschichtchen von einer Menstruation
der Affen, mit denen man sich einige Zeit herumtrug,
nichts bedeuten, bekräftigt Blumenbach in seiner Physiologie ¬
S. 426; indessen mag der, obgleich unperiodische ¬
Blutabgang des Affenweibchens, wovon hier gesprochen -
wird, immerhin unter diese Rubrik gehören, ¬
als Folge des in seiner Gefangenheit unbefriedigten ¬
Geschlechtstriebes. — So wurde, und wird auch
der Mensch nur durch die Sklaverei frei, so beweist
auch hier der weibliche Mensch sein Geborensein zur
Freiheit, wie der männliche durch die allen Thieren
fehlenden Pollutionen, (Blumenbach) welche dieselbe
natürliche Folge der Geschlechtseingeschränktheit sind,
wie die Menstruation, nur dafs sie zu unbestimmten,
Zeiten sich wiederholen, und sich so näher an die
weiblichen Schleimergiefsungen anschliefsen.