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Durch dieses Schema ist nun das Problem gelöfst,
warum das Geschlecht an zwei Individuen gebunden
ist; die ganze Natur ist nemlich durchaus nichts als
ein getrenntes Geschlecht, das in seinen niedersten Begattungen ¬
die Zwitter, das Wasser und das Salz als den
ewigen Coitus der Welt erzeugt, und daher kann es
nirgends in der Natur ein Individuum geben, dass sich
selbst befruchtete, wenn es nemlich zu einem Reiche
gehört, wo Männlichkeit und Weiblichkeit an Einem
Tage erschaffen d. h. wo Thiere erschaffen wurden.
Die Polypen und Pflanzen befruchten sich nothwendig ¬
selbst, wenn man es Befruchtung nennen will,
wo nur Ein Geschlechtsfactor sich vermehrt, aber wo
eine sogenannte Selbstbefruchtung statt findet, da ist
keine Foripflanzung durch Zeugung mittels männlicher
und weiblicher Principien zugleich, sondern entweder
blos polypenartig durch Sprossen, wie in den Nereiden, ¬
Naiden, Lumbricus, oder pflanzenartig durch
ein Produciren von Kernen, die sich gleich Eiern absetzen, ¬
wie die Aphiden und der Wasserfloh, welche
Erscheinung dadurch gelöft ist, dass die Würme nachbildend ¬
die Polypen, die Insecten aber nachbildend die
Pflanzen, jene durch Ablösung des männlichen Samens,
diese durch Eier sich zu verewigen suchen.
Im eigentlichsten Sinne ist diesé Fortpflanzungsart ¬
der Thiere und das sich wieder Ergänzen der ihnen
abgetrennten Theile, das was man Reproduction nennt.
Es ist offenbar, dafs die Reproduction beiden Richtungen ¬
der Natur, sowohil der weiblichen als der männlichen ¬
zukömmt; aber wie das Weibliche sich nur erzeugt -
mittels des männlichen, so liegt der Grund aller