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Die erste Existenz des Insects ist daher eine Wurmexistenz ¬
als Linie, aber als vollendetes Thier mufs es
Kreifs, d. h. Liniges und Kreifsiges zugleich sein. Es
muſs daher vom Linigen in das Kreifsige, in die Peripherieubergehen, ¬
und so erst wird es vollendeter Kreifs.
Die Form, welche es als Peripherie erhält, ist nothwendig ¬
der vollendeten Form näher verwandt, als die
des Diameters; nun aber ist das Kreifsige das Schema
des Lichtes, der Farbe, der Naturplastik, die zweite
Form des Insectes wird daher ein plastisches Kunstwerk ¬
darstellen, es ist Aurelia.
Die erste linige Forln ist die Raupe, Larve, als
Insectenwurm; denn die Form, welche das Insect
im Ei hat, ist allen Thieren gemein, und kann nicht
als zu dieser Metamorphose gehörend betrachtet werden. ¬
Die zweite Form ist die Peripherie, die Aurelia,
Chrysalis.
Die dritte endlich ist der vollkommene Kreis, das
Insect, woran alle Mahlerei und Plastik verschwendet ist.
In der Larve ist kaum die Spur der Ocellen sichtbar,
in der Aurelia entwickeln sich die Augen, und im vollendeten ¬
Insecte haben sie sich, wie durch ein Wunder, ¬
des ganzen Kopfes bemächtiget. Alle Anstalten
wurden nur getroffen zur Hervorbringung des Auges—
die Metamorphose des Insectes ist eine Entwicklung
des Auges, nicht von einem tiefern Sinne, sondern aus
dem Kampfe seiner eignen Entzweiung, daher der Unterschied ¬
zwischen diesen und den Kaulquappen.