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das wahre Chorion des Eies verlieren sich, und überlassen ¬
das Athmen der höhern, wahren Kieme, der
Lunge, und nun erst treten die Tastwerkzeuge, die
Füfse hervor, der Frosch selbst aber wird, gemäss der
langsamen Entwicklung des Schmecksinnes der er ganz
und gar ist, erst nach Jahren ausgewachsen, und zur
Zeugung fahig, welches für die Kleinheit dieser Thiere
eine unbegreifliche Erscheinung wäre, hielte ihr Sinn
sie nicht in Fesseln, Die Mundhöhle und seine Oeffnung, ¬
die Lage des Unterkiefers sind in dem Kaulquappen ¬
ganz anders geformt als im Frosche, es ist so zu
sagen ein ganz anderes Organ, das nur bestrebt ist, eine
wahre Mundhöhle, würdig des Sinnes, der in ihr ruhen ¬
soll, hervorzubringen. Der Kaulquappe ist ein
Uebergang vom Tastsinn zum Schmecksinn, von der
ersten Synthese der Thierheit zu der zweiten.
Das Insect kann keine niedere Thierklasse in seiner
Metamorphose wiederholen, denn es ist keine unter
ihm, und um so mehr, da es keine Synthese, sondern
als Reprasentant des Auges, ein polares Thier ist.
Es selbst eine innere Duplicitat in sich, vorstellend
die Pflanze, und so ursprünglich den Kreifs, welcher
das Vorbild der ersten Entzweiung der Natur ist. Wie
aber die Linie das Erste alles Lebendigen und Todten
ist, so wird auch das Insect zuerst ein Liniethier, d. h.
in seiner Sphäre ein Wurm werden, nicht blofs weil
der Wurm aller Thierzeugung Anfang ist, denn in sofern ¬
sind alle Thiere ursprünglich Wurm, sondern weil
die Idee des Wurmes wesentlich in den Kreifs eingeht,
weil die Linie ein integrirender Theil dieses ist.